Serie (1) Jeck der Woche: "Ich bin einfach keine Rampensau"

Serie (1) Jeck der Woche : "Ich bin einfach keine Rampensau"

Ratingen Es gibt Menschen, ohne die läuft in einem Verein einfach nichts. "Die Heike, das ist so eine", sagt Michael Droste, Chef der Roten Funken. "Die Heike" - das ist Heike Zumbrink, Leiterin des Funkenbüros und somit eine Art Geschäftsführerin der rund 280 Mitglieder zählenden Garde. "Das ist ein Job, der das ganze Jahr über viel Zeit kostet, weil wir eben auch außerhalb der Session ein sehr aktiver Verein sind", sagt die 52-Jährige. Seit rund drei Jahren hat sie ihren Posten inne, teilt sich die Arbeit mit Yvonne Rubner: "Wir sind ein perfektes Team."

Ratingen Es gibt Menschen, ohne die läuft in einem Verein einfach nichts. "Die Heike, das ist so eine", sagt Michael Droste, Chef der Roten Funken. "Die Heike" - das ist Heike Zumbrink, Leiterin des Funkenbüros und somit eine Art Geschäftsführerin der rund 280 Mitglieder zählenden Garde. "Das ist ein Job, der das ganze Jahr über viel Zeit kostet, weil wir eben auch außerhalb der Session ein sehr aktiver Verein sind", sagt die 52-Jährige. Seit rund drei Jahren hat sie ihren Posten inne, teilt sich die Arbeit mit Yvonne Rubner: "Wir sind ein perfektes Team."

Dabei ist die selbstständige Fußpflegerin karnevalistisch gesehen eine Spätberufene: "Ich bin erst seit dem 1. April 2005 bei den Funken", erinnert sich die Ratingerin. Gewollt habe sie schon immer, sei aber nie dazu gekommen, zumal auch Ehemann Frank nicht unbedingt ein Freund des Vereinskarnevals war: "Und so hat es sich einfach nie ergeben, dass ich schon früher eingetreten bin." Dass es dann doch so kam, war dann dem Wunsch von Tochter Laura geschuldet, die im Gegensatz zu ihrem jüngeren Bruder Jan auch großer Karnevalsfan ist: "Mit 14, 15 wollte Laura unbedingt im Karneval tanzen. Ich habe mich dann schlaugemacht und war sehr schnell von der guten Jugendarbeit der Funken begeistert", erinnert sich Mutter Heike. Und weil es ihr so gut gefiel, meldete sie sich selbst an und erfüllte sich einen Jugendtraum: "Ich wurde Mitglied des Hühnerstalls und habe angefangen, auf der Bühne zu stehen und zu tanzen. Das war schon immer mein Wunsch, es hat aber vorher nie geklappt." Eine Ausnahme, denn eigentlich steht Heike Zumbrink lieber in der zweiten Reihe: "Ich bin einfach keine Rampensau. Deshalb könnte ich auch nie Karnevalsprinzessin werden. Ich stehe lieber neben der Bühne und sehe den Spaß, den die Menschen am Karneval haben."

Dabei hat es ihr besonders die Seniorensitzung angetan, an deren Entwicklung sie beteiligt war. Selbst feiern ist bei den eigenen Veranstaltungen kaum möglich - wie bei fast allen aus der Funkenfamilie: "Dafür ist viel zu viel zu tun." Spaß macht es aber trotzdem: "Wir sind eine große Familie. Natürlich gibt es bei so vielen Mitgliedern auch einmal Stress, aber das gehört dazu. Hier hilft man sich gegenseitig, egal ob bei der Vereinsarbeit oder beim privaten Umzug." Ihren ersten Posten bei den Funken hatte sie übrigens schon wenige Wochen nach dem Eintritt. Sie wurde zweite Schriftführerin. Wirklich Zeit für andere Hobbies bleibt Heike Zumbrink nicht, nur auf dem Golfplatz ist sie ab und an: "Da haben mein Mann und ich 2013 die Platzreife gemacht. Entstanden ist das aus einem Weihnachtsgeschenk für meinen Mann. Heute verbringen wir da gerne gemeinsam Zeit mit."

(RP)