i-Dötzchen werden in Heiligenhaus eingeschult.

Einschulung in Heiligenhaus : Clarenbach-Schule begrüßt i-Dötzchen

In Heiligenhaus starteten gestern 259 Kinder in ihr erstes Schuljahr. 43 von ihnen in Isenbügel.

Eine feste Umarmung seines frisch gebackenen Schulkindes gönnt sich der Vater im dunklen Jackett noch einmal. Ein bisschen zu lang, findet der kleine Mann im Arm, er murmelt: „Papa, ich muss mich jetzt hinsetzen.“ Die Umarmung hält noch einen Moment an, „ein bisschen zu kurz“, sagt das Gesicht des Vaters, dann entlässt er den Sohn, der jetzt seinen blauen Tornister schultert und zu den Sitzplätzen in der ersten Reihe marschiert. Ihm folgen die Blicke seiner Eltern mit diesem Ausdruck in den Augen, den Eltern nur an diesem Tag haben.

Als einer von 43 Erstklässlern der Isenbügeler Adolf-Clarenbach-Grundschule setzt sich der Junge in der ersten Reihe auf einen der Stühle, die hier eigens für die Schüler der Grundschule aufgestellt worden sind. Zu ihnen gehört er nun auch. Und während Schulleiterin Manon Hoch alle Anwesenden begrüßt, gibt auch sie zu, ein bisschen aufgeregt zu sein – obwohl sie diesen Moment jedes Jahr wieder erlebt.

Auf vielen Gesichtern vor ihr sieht sie die ganze Palette an Emotionen, vom strahlenden Lachen über Stolz bis zu ein paar Tränchen, die Einschulung ist nun mal ein ganz besonderer Tag im Familienleben. Das weiß auch Bürgermeister Michael Beck, der die i-Dötze gestern persönlich begrüßte. „Es ist eine sehr aufregende Zeit für euch. Aber glaubt mir, eure Eltern sind mindestens so aufgeregt wie ihr“, sagt der vierfache Vater wissend.

Insgesamt 259 Erstklässler (und ihre Familien) starteten gestern in einen neuen Lebensabschnitt, begrüßt wurden sie von den „alten Hasen“ mit tollem Programm. Und für die Isenbügeler Neulinge gab es gleich auf dem Schulhof den ersten Lernstoff: Die Tanzbewegungen zum Schullied wurden von den älteren Schülern vorgetanzt. „Der Text lernt ihr auch bald“, weiß Schulleiterin Hoch, bevor dann auch die Musikschul-Flötengruppe Musik macht. Ein paar Erstklässler sind hier auch schon angemeldet.

Bürgermeister Beck hatte gestern nicht nur Umschläge mit einem Grundstock für die Klassenkassen im Gepäck, sondern auch knallgelbe Turnbeutel für jeden Erstklässler, sie sollen zur Sichtbarkeit im Straßenverkehr beitragen. Der Bürgermeister-Appell zum Schulbeginn gehört nämlich ebenso zu diesem Tag: „Die Eltern der Schulneulinge möchte ich bitten, ihre Kinder in der ersten Zeit zu begleiten, sie mit den Gefahrenstellen unter realen Bedingungen vertraut zu machen und ihnen somit Unterstützung, Aufmerksamkeit und Zuwendung für die Bewältigung des Schulalltags entgegenzubringen. Nur so lernt ihr Kind, Sicherheit auf dem Schulweg zu gewinnen und sich an die erlernten Regeln zu halten, damit es den Schulweg künftig alleine bewältigen kann.“ Insbesondere morgens entstünden an nahezu allen Grundschulen gefährliche Situationen durch Eltern, die ihre Kinder unmittelbar vor der Schule aus dem Auto aussteigen lassen oder auf der gegenüberliegenden Straßenseite parken. Der Verkehr wird dadurch beeinträchtigt, die Sicht der Kinder wird stark eingeschränkt.