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Hösel: Der Ausbau soll kommen, die Planungen laufen

Millionen-Projekt : Minister verspricht Lärmschutz auf A 3

Der Ausbau wird kommen, die Planungen laufen bereits: Höseler und Eggerscheidter sind stark vom Lärm betroffen. Doch es wird Schutzmaßnahmen geben. Dies hat Minister Hendrik Wüst (CDU) jetzt zugesagt. Es gibt auch Kritik.

A wie Aufreger: Die A 3 ist ein Dauerthema – für geplagte Pendler und Anwohner. Sie gehört zu den meist befahrenen Autobahnen. Ihre Bedeutung wird schon daran erkennbar, dass diese Strecke in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut wurde.

So hat die Verkehrsbelastung und die damit einhergehende Lärmbelästigung mit jedem Jahr enorm zugenommen. Davon besonders betroffen ist die Höseler und Eggerscheidter Bevölkerung, deren Häuser und Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur A 3 liegen und die durch durchgehende Lärmbelästigung nicht selten auch um ihre Nachtruhe gebracht wird.

Eine aktuelle Lärmmessung hat ergeben, dass der Verkehrslärm längst die Grenze des Zumutbaren überschritten hat. Das hat jetzt auch des Verkehrsministerium festgestellt.

Und Minister Hendrik Wüst (CDU) lässt in einem aktuellen Schreiben, das der RP vorliegt, ausrichten, dass „bei der im Herbst vorgesehenen ahrbahndeckenerhaltungsmaßnahme im Vorgriff auf die geplante Ausbaumaßnahme als aktiven Lärmschutz ein lärmreduzierender Belag verwendet wird“.

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Weiterhin hat der Minister zugesagt, dass bei der Ausbauplanung der A 3 sowie des Um– und Ausbaus der Tank – und Rastanlage Hösel dieser Streckenabschnitt unter den strengeren Kriterien der Lärmvorsorge zu betrachten ist. In diesem und dem kommenden Jahr ist geplant, die verschiedenen Ausbauvarianten unter Beteiligung der Öffentlichkeit abzuwägen. Dabei werden auch die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen erörtert.

 Es ist vorgesehen, die A 3 in naher Zukunft in jede Fahrtrichtung um eine Spur zu erweitern. Außerdem soll am Rastplatz Hösel ein großräumiger Lkw-Bahnhof errichtet werden (die RP berichtete bereits). Diese Maßnahmen bedeuten für die Bewohner in Hösel und Eggerscheidt eine zusätzliche Belastung, die nicht hinzunehmen sei, betont die CDU Hösel/Eggerscheidt.

Man pocht darauf, dass der längst überfällige Lärmschutz endlich eingerichtet wird. Betroffen seien Bürger nicht nur in Hösel und Eggerscheidt, sondern auch in Homberg.

In einem Schreiben hat sich der Vorsitzende der CDU Hösel/Eggerscheidt, Peter Thomas, im Namen seiner Mitstreiter dazu an den Verkehrsminister Wüst gewandt und jetzt zumindest einen ersten Erfolg erzielt. In einem Schreiben äußerte Thomas gegenüber dem Minister „die herzliche Bitte, alles in Ihren Möglichkeiten Stehende zu unternehmen, dass auf der A 3, entlang der aufgezeigten Strecke, der seit Jahren überfällige Lärmschutz durch Flüsterasphalt auf der Fahrbahn und die Erstellung einer Lärmschutzwand eingerichtet wird, um unseren Mitbürgern das Leben an und mit der A 3 erträglicher zu machen“.

Bis 2030 steigert sich dieser Verkehr laut aktueller Schätzung um bis zu 15.000 Fahrzeuge am Tag, der Lkw-Verkehr nimmt dabei 17 Prozent ein. Der Bundesverkehrswegeplan sieht daher den achtspurigen Ausbau der bislang sechsspurigen A 3 zwischen Hilden und Leverkusen auf einer Länge von 19,7 Kilometern vor. Die Vorplanungen laufen bereits seit 2013. Für den Ausbau müssen wohl auch Grundstücke gekauft oder enteignet werden. Betroffen sind Städte, Unternehmen und Privatleute. Unter Umständen müssen auch Teile der Naturschutzgebiete Ohligser Heide und des Further Moores bebaut werden. Das wollen die Kritiker unbedingt verhindern.

Sie möchten, dass der Standstreifen im Bedarfsfall für den Verkehr freigegeben wird. Ein flankierender Vorschlag ist ein Tempolimit von 100 km/h und ein Überholverbot für Lkw. Daneben befürchten viele Kritiker erhebliche zusätzliche Lärmbelastungen für Wohngebiete. Die sind schon jetzt sehr hoch – wie in den Stadtteilen Hösel und Eggerscheidt.