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Ratingen: Hilfe für Mädchen in Nepal

Ratingen : Hilfe für Mädchen in Nepal

Gudrun Warias-Jankowski hat eine Hilfsorganisation für benachteiligte Mädchen in Nepal gegründet. Wer eine Patenschaft übernimmt, ermöglicht einem nepalesischen Mädchen Schulbildung und medizinische Versorgung.

Eine Rucksackreise, die Gudrun Warias-Jankowski im Jahr 2009 durch Indien und Nepal unternahm, sollte das Leben der Ratingerin nachhaltig beeinflussen. Auf ihrer Reise begegnete sie einem engagierten deutschen Ehepaar, das sich zur Aufgabe gemacht hatte, für wohltätige Zwecke in Nepal einzutreten.

Die Ratingerin Gudrun Warias-Jankowski kümmert sich um Mädchen in Nepal. Foto: privat

Gemeinsam mit Daniela Jährig und Steffen Schöley aus Braunschweig gründete Warias-Jankowski schließlich im Jahr 2011 den gemeinnützigen Verein "LiScha Himalaya e.V.".

Der Name "LiScha" setzt sich aus den Worten Licht und Schatten zusammen und soll als Sinnbild dafür stehen, "Licht" in eine der "Schattenregionen" der Welt zu bringen. Ihr Verein hat zum Ziel, benachteiligte Familien in vergessenen Regionen des Himalayas zu unterstützen. Insbesondere den Mädchen und Frauen soll durch verschiedene Projekte eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben gegeben werden.

Der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Bildung, Gesundheitsvorsorge, medizinische Behandlung und Einkommenssicherung. "Mir ist sehr große Armut im Himalayagebiet begegnet", erzählt die 58-jährige Ratingerin. "Insbesondere die Frauen in Nepal sind unterprivilegiert, vor allem was die Bildung betrifft. Schulbesuche kommen, wenn überhaupt, nur für Söhne infrage, nicht aber für Töchter", fährt sie fort.

Eines der Hauptprojekte von "LiScha" ist die so genannte Mädchenpatenschaft. Dabei kann jeder, der möchte, 20 Euro monatlich an ein Mädchen aus Nepal spenden, wodurch diesem der Besuch einer Schule und eine grundlegende medizinische Versorgung beziehungsweise gynäkologische Untersuchungen ermöglicht werden. Gudrun Warias-Jankowski hat selbst ein Patenmädchen in Nepal, das sie im März dieses Jahres besucht hat.

"Die Menschen leben teilweise mit zehn Leuten in einem Holzverschlag, der sich nicht mal mehr als Hütte bezeichnen ließe", erzählt sie. "In Deutschland jammern wir auf sehr hohem Niveau. Ich denke, wir haben eine soziale Verpflichtung diesen Menschen gegenüber."

Da der Verein relativ klein und übersichtlich sei und die Mitglieder ehrenamtlich tätig seien, werde nahezu überhaupt kein Geld für Verwaltungsarbeiten ausgegeben, die Spenden gingen direkt an die betroffenen Menschen.

Warias-Jankowski, die bei der Finanzverwaltung in Velbert tätig ist, hat mit ihrer Tätigkeit für "LiScha" eine neue Lebensaufgabe gefunden: "Meine Tätigkeit in Deutschland besteht hauptsächlich darin, unseren Verein bekannt zu machen und Patenschaften zu vermitteln. Insgesamt gibt es mir für mein Leben mehr Zufriedenheit, den Menschen in Nepal zu helfen. "

(nihu)