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Hilden bekommt mobiles Corona-Testzentrum und Fieberambulanz

Corona-Krise : Stadt bekommt eine Abstrichstation

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche nehmen in Hilden und Ratingen jeweils eine Fieberambulanz und eine Abstrichstation ihre Arbeit auf. Damit sollen die Praxen und das Diagnosezentrum in Mettmann entlastet werden.

Immer mehr Menschen im Kreis Mettmann infizieren sich mit dem Coronavirus, und viele sind unsicher: Habe ich mich angesteckt oder ist es nur eine Erkältung? Allgemeinmediziner fangen in der Regel diese Patienten im ersten Schritt ab. Doch die Praxen sind völlig überlastet, die Testkapazitäten ausgereizt.

Bislang hat das Kreisgesundheitsamt potentiell Erkrankte nach vorheriger telefonischer Beratung ins Diagnosezentrum am Evangelischen Krankenhaus in Mettmann geschickt, egal aus welcher Stadt der Kreises sie stammten. Doch das ändert sich bald.

Voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche nehmen in Hilden und Ratingen jeweils eine Fieberambulanz und eine Abstrichstation ihre Arbeit auf. Damit sollen die Praxen und das Diagnosezentrum in Mettmann entlastet werden – und mehr Menschen getestet werden.

„Wir haben mit zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern am Mittwochnachmittag die Fieberambulanz am Berufskolleg eingerichtet“, erklärt Addy Larisch, zuständiger Bereitschaftsleiter des Hildener DRK-Ortsverbandes. Die Rotkreuzler sind dafür zunächst durch die momentan verwaiste Schule gegangen, haben sich die Räume angeschaut und eine Bestandsaufnahme gemacht. „Wir haben geschaut, wo bereits Infrastruktur wie beispielsweise genügend Steckdosen vorhanden sind und haben Schilder aufgehängt“, sagt Larisch.

Danach haben sie die Räume eingerichtet: Registrierung und Empfang, Voruntersuchungszimmer, Sprechzimmer für die Ärzte. Dafür haben sie unter anderem Stühle und Liegen ins Gebäude geschafft. „Im Wartebereich haben wir natürlich darauf geachtet, dass die Stühle in einem gewissen Abstand zueinander aufgestellt werden“, erklärt der DRK-Bereitschaftsleiter.

Neben der Fieberambulanz im Berufskolleg soll auf dem Parkplatz an der Bezirkssportanlage am Bandsbusch eine Abstrichstation entstehen, die wie ein Drive-In funktioniert: Die Patienten können dann einfach mit dem Auto vorfahren und müssen für den Abstrich nicht aussteigen. Medizinisches Personal nimmt die Probe durch das geöffnete Fenster.

„Wer einfach vorbeifahren möchte, um sich testen zu lassen, muss wieder umdrehen“, erklärt Kreissprecherin Daniela Hitzemann. Wie beim Diagnosezentrum in Mettmann gilt auch hier: Erst bei der Hotline anrufen, dort überprüfen die Mitarbeiter, ob ein Test sinnvoll ist und vergeben dann Termine beziehungsweise weisen die Patienten an, in die Abstrichstation zu fahren. „Wie genau die Zufahrtskontrolle aussieht, besprechen wir am Freitag im Krisenstab“, erklärt Daniela Hitzemann.

Dann wird auch entschieden, ab wann die Fieberambulanz im Berufskolleg Hilden, die zweite im Berufskolleg Ratingen (dort soll in direkter Nähe auch ein Abstrich-Drive-In entstehen) und die mobile Abstrichstation am Bandsbuch in Hilden offiziell öffnen. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, erklärt Daniela Hitzemann.

Mit der Einrichtung der neuen Testzentren und der Fieberambulanzen ist eine gute Nachricht verknüpft: „Es ist vorläufig ausreichend Testmaterial vorhanden. Außerdem haben wir weitere Laborkapazitäten zugesagt bekommen“, erklärt Kreissprecherin Daniela Hitzemann. „Sonst hätten wir die Fieberambulanzen und Abstrichstationen nicht auf den Weg gebracht. Aufmachen und gleich wieder zumachen ist keine Option.“

Fragen zum Coronavirus beantworten das Service-Telefon des Kreises Mettmann unter 02104 993535 (Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa & So 10-14 Uhr). Wichtige Informationen gibt es auch auf der Homepage der Stadt Ratingen unter www-stadt-ratingen.de