Hightech-Firma IMS expandiert in Hetterscheidt

Heiligenhaus : Firma IMS eröffnet neue Fertigungshalle

Der Weltmarktführer für Messsysteme mit Hauptsitz im Gewerbegebiet Hetterscheid-Nord wird mit der neuen Halle seine Intralogistik verbessern.

Die Geschäftsführung der IMS GmbH hat sich für das Einweihungsfest nicht lumpen lassen: Ein gigantischer Foodtruck mit riesigem Räucherofen parkt vor der neuen Fertigungshalle, eine großes Bayernholzhaus mit Platz für mehrere hundert Menschen wurde vorab aufgebaut, viele geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik sind anwesend, Freunde, Familien und natürlich die Mitarbeiter.

Sekt und andere Getränke werden gereicht, eine hochkarätige Bebop- Bigband sorgt mit erfrischenden Klängen und guter Laune für dezente Hintergrundunterhaltung.  Es ist ein schöner Tag, ein wichtiger Tag, ein weiterer Meilenstein für das stets expandierende Unternehmen, das vor 39 Jahren in Essen- Kettwig gestartet ist, sich dann in Heiligenhaus mit seinem Hauptsitz niederließ und mittlerweile in fünf Kontinenten vertreten ist. „Wir hatten im Sommer 2018 nach einer Gesellschafterversammlung beschlossen, etwas Neues im Rahmen der Standortsicherung zu beginnen. Im Oktober war Baubeginn und heute, nur elf Monate später, sind die ersten Abteilungen eingezogen“, erklärt Geschäftsführer Rainer Fackert gut gelaunt bei seiner Festansprache und fügt augenzwinkernd hinzu, „ich stelle mich gerne für Beratungsfunktionen bereit, was die Fertigstellung des Berliner Flughafens betrifft.“

Zuvor konnten die Besucher in kleinen Gruppen an Führungen durch die neue Halle teilnehmen, auf zwei Etagen werden künftig neun unterschiedliche Produkte aus dem Bereich der Messsyteme hier unter einem Dach gefertigt,  von radiometrischen bis zu Camera Cluster-Systemen. „Die Oberflächenveredelung nimmt in verschiedensten Industriebereichen zunehmend einen hohen Stellenwert ein“, erläutert Fertigungsleiter Stephan Schumacher im Eingangsbereich des neuen Gebäudes, „weil diese metallischen und organischen Beschichtungen immer dünner werden,  kümmern wir uns hier um die Herstellung von Systemen, die Unebenheiten, Risse und anderes in den  teilweise haardünnen Schichten in Form erfassen.“ Ein Roboter, ein fahrerloses Transportsystem, rollt auf einem der langen, hellen und noch nach frischer Farbe riechenden Gänge heran und bringt Getränke zur Erfrischung. „Diese sogenannten FTS-Roboter sind neu und werden den Mitarbeitern künftig Postwege und Transportwege abnehmen, eine große Entlastung des Personals“, weiß der Fertigungsleiter.

Noch sind nicht alle Gewerke eingezogen, das neue Lagersystem aber ist bereits in Betrieb. „Dadurch, dass es in die Höhe lagert, ist es platzsparend, niemand braucht mehr nach einem benötigten Produkt langwierig in Regalen zu suchen, das läuft alles, ähnlich wie in modernen Apotheken, vollautomatisch ab und spart enorm viel Zeit“, so Schuhmacher. „IMS ist nicht nur einer der größten Arbeitgeber unserer Stadt, sondern wir haben in ihrem Unternehmen auch einen Partner mit großem sozialen Engagement gefunden“, lobt Bürgermeister Michael  Beck, „als vor einigen Jahren etwa der Campus Heiligenhaus Velbert eröffnet wurde, haben sie sofort duale Studienplätze zur Verfügung gestellt.“