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Heiligenhaus: Hier entstehen 39 barrierefreie Wohnungen

Heiligenhaus : Hier entstehen 39 barrierefreie Wohnungen

Den demografischen Wandel im Blick: Ein Projekt mit Anschluss an das Seniorenheim nimmt Gestalt an.

Die Grundmauern stehen, der Bau wächst langsam in die Höhe. Drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss entstehen derzeit an der Kurze Straße. Der Besondere daran: Es handelt sich um barrierefreies Wohnen für Menschen im gesetzten Alter. Die können dazu Service-Leistungen des anliegenden Seniorenheims St. Josef der Caritas in Anspruch nehmen.

"Wenn wir zehn Jahre zurückblicken, dann würden wir jetzt im Garten eines Privathauses stehen", sagt der technische Beigeordnete der Stadt, Harald Flügge. Genau dieser Platz wird nun zum Eingangsbereich des zukünftigen Wohngebäudes. Im Zuge des Baus der Westfalenstraße ist diese Baulücke entstanden. Die Idee für innenstadtnahes, barrierefreies Wohnen empfindet Flügge als richtungsweisend, der Fokus liegt ganz bewusst auf dieser speziellen Wohnform: "Kurze Wege zum Wochenmarkt und zum Panoramaradweg sind ein großes Plus." Gerade der Weg zum Panoramaradweg wird besonders werden, wird er nämlich erreichbar sein über einen Park, der in direkter Nachbarschaft entsteht und noch einmal speziell auf Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet ist. Die Grünanlage entsteht nördlich des Caritas Seniorenheims St. Josef. Fitnessgeräte für die ältere Generation werden dort zu finden sein, dazu eine Weg mit geringer Steigung, um den Freizeitweg auf der alten Bahntrasse zu erreichen.

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Damit könne man punkten, glaubt Flügge: "Wir haben das Zeug zu einer gemütlichen Stadt." Nachdem im Februar letzten Jahres der Kaufvertrag zwischen der ausführenden Soleo GmbH und der Stadt Heiligenhaus unterschrieben wurde, ist der Zeitplan eng geschnürt. Der Spatenstich erfolgte am Freitag, 19. September. "Wir liegen gut im Zeit- und im Finanzplan", freut sich Holger Flügge von Soleo. Der ist übrigens nicht verwandt und verschwägert mit dem Heiligenhauser Beigeordneten. Da wo im Oktober die ersten Mieter in 39 barrierefreie Wohnungen einziehen sollen, wird derzeit auch trotz Schnee kräftig gewerkelt.

Das Wohnprojekt, das in enger Zusammenarbeit mit dem nachbarschaftlichen Caritas-Seniorenheim St. Josef vor allem Menschen im fortgeschrittenen Alter ein innenstadtnahes Zuhause bieten soll, ist für Heiligenhaus ein Vorzeigeprojekt. Denn das Gebäude entspricht allen aktuellen Standards, geht teilweise sogar noch weiter. Wenn Ende September die letzten Arbeiter abgezogen sind, steht ein Objekt in der Stadt, das über zum Beispiel den höchsten Wärmestandard und modernster Haustechnik verfügt. Die Nachfrage sei erfreulich hoch, heißt es aus dem Planerstab. Gut 25 Prozent der Wohnungen sind bereits vermietet. "Im Oktober könnten die ersten Mieter bereits einziehen", so Holger Flügge. Wohnungen mit zwei oder drei Zimmern mit Größen zwischen 55 und 94 Quadratmetern sind im Angebot. Fast alle verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse nach Süd-Osten. Außerdem gibt es eine Küche und in die Wohnungen integrierte Abstellräume, einen Parkplatz vor der Tür, eine Gartenanlage sowie einen Gemeinschaftsraum im Sockelgeschoss.

www.zentrumsquartier.de

(sade)