1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Lintorf: Heinrich Schmitz, Lehrer und Forscher

Lintorf : Heinrich Schmitz, Lehrer und Forscher

Heinrich Schmitz wurde am 3. Februar 1874 in Katzem/Kreis Erkelenz geboren. Bevor er am 1. April 1906 Lehrer an der Büscher Schule wurde erhielt er seine Ausbildung zum Volksschullehrer in Odenkirchen. Seine erste Lehrertätigkeit übte er in der Volksschule in Neuss-Weißenberg aus. Anschließend war er 30 Jahre lang als Lehrer und Schulleiter in der "Büscher Schule" tätig.

In der Festzeitschrift zum 100 jährigen Schuljubiläum schilderte seine ehemalige Schülerin Maria Molitor ihn als einen tüchtigen und gerechten Lehrer, der die Kinder nicht schlug und vor dem alle Achtung hatten. "Er trug immer einen Anzug, ein weißes Hemd mit Krawatte. So gingen unsere Väter nur sonntags", schrieb sie.

Schmitz war aber nicht nur Lehrer, sondern auch einer der ersten und wohl bedeutendsten Heimatforscher der Region. Die ersten umfassenden Forschungen zur Geschichte Lintorfs stammen aus seiner Feder. Er veröffentlichte seine Forschungsergebnisse in den lokalen Tageszeitungen und mehreren Büchern. Sein bekanntestes Werk ist das 1926 erschienene Heimatbuch "Angermunder Land und Leute".

Schmitz arbeitete auch für den Grafen von Spee, in dessen Bibliothek und Archiv auf Schloss Heltorf er viele seiner Recherchen durchgeführt hatte. Aufgrund seiner Verdienste um Schule und Heimatforschung wurde die "Büscher Schule" auf Vorschlag des "Vereins Lintorfer Heimatfreunde" nach ihm umbenannt. Eine von der Düsseldorfer Künstlerin Maria Fuß gestaltete und vom Lintorfer Heimatverein gestiftete Bronzetafel mit der Aufschrift "Heinrich Schmitz, dem Heimatforscher, dem Erzieher, 1874 - 1943" erinnert am Schuleingang an ihren Namensgeber. Als Schmitz in den Ruhestand trat, zog er mit seiner Familie nach Düsseldorf und später zu seiner Tochter nach Salzburg.

Dort verstarb er am 19. August 1943. Sein Grab befindet sich allerdings auf dem Lintorfer Waldfriedhof.

(mvk)