Heiligenjhaus: Verwaltungsspitze bald wieder komplett

Heiligenhaus : Verwaltungsspitze bald wieder komplett

Die ersten beiden Jahre nach seiner Wahl standen für Bürgermeister Michael Beck unter besonderen Vorzeichen.

Seit zwei Jahren ist Michael Beck Bürgermeister in Heiligenhaus. Hinter ihm liegen zum Zeitpunkt der Wahl bereits 32 Jahre Verwaltungsarbeit. „Auch wenn ich vorher schon 13 Jahre im Heiligenhauser Rathaus war, wenn ich die erste Zeit als Bürgermeister betrachte, war das doch noch einmal eine Umstellung. Ich wusste zwar weitestgehend, was da auf mich zukommt, die Aufgaben sind dann aber doch noch mal anders.“

In den Kopf kommt ihm dabei als erstes die Ratsarbeit: Da ist er zwar eigentlich „nur“ einen Platz weiter gerutscht, wie er bei der Vereidigung noch schmunzelnd feststellte, doch in Gremien wie dem Rat, oder auch dem Haupt- und Finanzausschuss, hat der Bürgermeister den Vorsitz und damit auch eine moderierende Funktion: „Ich nehme da für mich in Anspruch zu versuchen, allen gleichermaßen gerecht zu werden.“ Sein Motto: Entscheidungen auf möglichst breiter Basis treffen. Einstimmig funktioniert hat das jüngst in der Konsensfindung um einen Grundsatzbeschluss zum Klimaschutz. Bisher wenig erfolgreich ist diese Absicht in der Entwicklung des zukünftigen Heljensbades, wo die Entscheidungsfindung deutlich stockt, die Ratsfraktionen sehen hier im Prozess deutliche Kritikpunkte.

Bis Beck in seiner Rolle als Bürgermeister wirklich angekommen sei, habe es schon gut ein Jahr gedauert, sagt der ausgewiesene Verwaltungsmann, aber auch Familienmensch. Wochen mit über 60 Arbeitsstunden kommen da vor. Für den vierfachen Vater durchaus ein Spagat und ohne die Rückendeckung seiner Frau wäre das nicht machbar. Auf seiner Agenda steht aber noch so manches Projekt, elementar für den Verwaltungschef sind aber die Grundpfeiler in der Verwaltung selbst: „Noch in meinem letzten Haushalt als Kämmerer und Bürgermeistervertreter habe ich das Personalkostenbudget um 1,5 Millionen aufgestockt. Ich wollte umsteuern, denn es hat an vielen Stellen im Rathaus schon geknirscht.“ Viele Stellen seien in der Besetzung. „Wir können letztendlich als Arbeitgeber was bieten, und damit auch im Wettbewerb mithalten. Da macht uns die positive Entwicklung in Heiligenhaus das Werben leichter und man wird auf uns aufmerksam.“ In der Stadt sei Bewegung, wie beispielsweise die neuen Wohngebiete zeigen, aber auch innenstadtnahes, barrierefreies Wohnen werde derzeit mit Wohnungsbauunternehmen konkret entwickelt. Auch der Innovationspark bringe viel planerische Herausforderungen mit sich, „das mache eine Stadt schon spannend.“ Jetzt sei es sein Job, das große Ganze im Blick zu haben; umso wichtiger für ihn, dass nun die Stadtspitze „mit guten Fachleuten, die Herzblut mitbringen“ wieder voll besetzt sei. Und so steht der Fokus nun in der Umsetzung und den Abschlüssen von existierenden Projekten. Sein Ziel, „dass Heiligenhaus am Ende des Tages eine lebenswerte Stadt ist, von der man sagt, dass man gerne hier ist.“

Mehr von RP ONLINE