Heiligenhaus: Heiligenhauser lieben besondere Märkte

Heiligenhaus : Heiligenhauser lieben besondere Märkte

Vom klitzekleinen Weihnachtsmarkt über den Feierabendmarkt bis hin zur echten Trödelmeile auf der Hauptstraße beim Stadtfest: Heiligenhaus hat ein vielseitiges Marktgeschehen.

Wenn es um kreative Märkte geht, dann sind die Heiligenhauser um keine Idee verlegen. Und das bemerken auch immer mehr Gäste. Einer der immer weit vorne dabei ist, wenn es darum geht, sich spannende Markt-Konzepte auszudenken ist Museumskustos Reinhard Schneider.

Beim "Ramsch und Rosen"-Markt am Abtskücher Museum war auch Marike Biecker aus dem Spessart mit ihren alten Uhren vertreten. Foto: Achim Blazy

Der gebürtige Sauerländer, der an dieser Stelle, auch schon mal "der Mann der unzähligen Einfälle" genannt wurde, hat das auch gestern wieder bewiesen: Er lud zu "Ramsch und Rosen" in die Heimatkundliche Sammlung der Abtsküche. Der Antik- und Trödelmarkt mit "rosigem" Duft ist nur die jüngste Idee, um Schnäppchensammler, Bummler und Liebhaber von so manchen Kleinoden zusammen zu bringen. Ins Gespräch kommen, fachsimpeln und töttern, für den Gedankenaustausch ist bei den unterschiedlichsten Märkten Zeit. Ob es im Herbst der Kunstmarkt des Kunstquadrates und seinen Freunden ist, der die Anhänger der ästhetischen Schöpfungen in die Abtsküche lockt oder das französische Wochenende, das - ebenfalls stets im Herbst - zum Ziel der Frankophilen wird mit seinen Ständen, die mit ihren französischen Delikatessen das Niederbergische zum französischen Marktplatz machen. Zugegeben, nur wenig andere Orte eignen sich so wunderbar, um das savoir vivre zu zelebrieren, wie die Abtsküche.

Aber auch für klassische deutsche Köstlichkeiten ist es der richtige Ort: Das zeigt sich regelmäßig zum Herbstmarkt. Aber auch explizit bayerische Schmankerl fanden hier, zünftig während eines Oktoberfestes schon Abnehmer. Hier an der Abtskücher Straße war auch der Geburtsort des klitzekleinen Weihnachtsmarktes, dessen Angebot - wie auch alle weiteren hier - vor allem mit seinen liebevollen Details strahlte. Das tut er auch in seinem neuen Zuhause: Seit 2013 findet man den klitzekleinen Weihnachtsmarkt beim Tennisverein Grün-Weiß an der Parkstraße - eine Tradition, die sich hier prima eingelebt hat. Wer von Weihnachtsmärkten nicht genug bekommen kann, für den ist das weihnachtliche Dorf mitten in der Stadt ein fester Termin im Kalender. Mit Ständen auf dem Rathausplatz und dem beschaulichen Winterwald im Rathaus-Innenhof, hat sich der Heiligenhauser Weihnachtsmarkt zu einem echten Geheimtipp gemausert.

Wer schon im Herbst in der Innenstadt bummeln will, für den öffnet der Stadtmarketing-Arbeitskreis "Handel" regelmäßíg den Martinsmarkt auf dem Rathausplatz. Seit Anfang der 1920er Jahre ist der heutige Rathausplatz die Heimat des Heiligenhauser Wochenmarktes. Mittwochs und samstags gibt's hier frische Waren, meistens direkt vom Erzeuger. Gefeiert wurde das im Frühjahr mit extrem großen und stabilen "Wochenmarkt-Stofftaschen", von denen 900 Stück produziert wurden. Gut gefüllte Taschen sind da die beste Werbung. Oder auch der Feierabendmarkt, der jeden ersten Donnerstag im Monat, bei jedem Wetter, das Flanieren und besondere Köstlichkeiten in den Fokus stellt.

Als erste Gemeinde im Kreis Mettmann ist man mit dem Feierabendmarkt Trendsetter - dafür sind die Besucherzahlen der beste Beweis. Rekordzahlen vermelden die Organisatoren übrigens auch bei der längsten Trödelmeile der Stadt, die stets am Samstag des Stadtfestes die Hauptstraße zu einem Paradies für Schnäppchenjäger macht.

Dann wird die ganze Heiligenhauser Innenstadt zu einem einzigen Marktplatz.

(RP)
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