Heiligenhauser Kant-Gymnasiasten sind erfindungsreich

Heiligenhaus : Kant-Gymnasiasten sind erfindungsreich

Beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ haben 24 Schüler mit neun preisgekrönten Projekten einen Rekord erreicht.

Tränen für die Wissenschaft: Ezra Dedinca und Anna Mitropoulos haben sie gemeinsam mit ihren Klassenkameraden aus der 7d des Immanuel-Kant-Gymnasiums geweint. Dahinter steckte der Forscherdrang der beiden Schülerinnen, die sich auf die Suche nach der Lösung für ein allbekanntes Küchenproblem gemacht haben – ohne Tränen Zwiebeln zu schneiden.

Der Geheimtipp der beiden Forscherinnen: Die Zwiebel vor dem Schneiden gut kühlen oder Schlucke von kohlensäurehaltigem Wasser in den Mund nehmen, auch Zitronensaft kann helfen. Ihr Projekt: „Stoppt das Heulen beim Zwiebelschneiden“ im Fach Biologie hat dabei nicht nur den ersten Preis beim Regionalwettbewerb belegt, sondern wird auch zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ weiter geleitet.

Und damit sind die beiden in guter Gesellschaft: Insgesamt neun der zehn bei „Jugend forscht“ eingereichten Wissenschafts-Projekte des Heiligenhauser Immanuel-Kant-Gymnasiums konnten beim Regionalwettbewerb in Duisburg einen Preis erringen. Das sorgt vor allem auch bei den begleitenden Lehrerinnen für strahlende Augen: Bianca Gunzer, Kathrin Korb, Michaela Bahl und Sarah Braun unterstützten die in diesem Jahr insgesamt 24 Teilnehmer. Insgesamt gab es 44 Projekte in Duisburg zu bestaunen, zehn stammen vom Kant-Gymnasium, dahinter steckt, dass die unterstützende Lehrerzahl der AG „Jugend forscht“ verdoppelt wurde.

Das sei an Schulen heutzutage nicht selbstverständlich. Auch für das Lehrerinnen-Quartett, das unterschiedliche Fächer der Naturwissenschaften unterrichtet, steckt ein hoher Aufwand hinter der Betreuung. „Wichtig ist, dass die Schüler wirklich Interesse an ihrem Forschungsthema haben“, sagt Bianca Gunzer. Das war zum Beispiel bei den Brüdern Florian (7a) und Benjamin (9d) der Fall: Sie haben für den Fachbereich Technik einen „Smoothie-Automaten“ gebaut und programmiert und den zweiten Platz erzielt. „Wir haben festgestellt, dass die Leute lieber verarbeitetes Obst konsumieren, das hat uns auf die Idee eines Smoothe-Automaten gebraucht.“ Gebaut wurde das beeindruckende Gerät zuhause, die Theorie für die Dokumentation der Arbeit erfolgte dann in der Schule. Insgesamt vier bis fünf Monate haben sie dafür gebraucht.

Ihr Tipp für Schüler, die vielleicht auch einmal teilnehmen möchten: „Dran bleiben! Auch wenn es mal Rückschläge gibt.“ Ähnlich sehen das auch Sofie, Paula und Sofija. Für das Fach Chemie haben sie „Recycling at home“ erforscht und den dritten Platz belegt. „Wir sind auch immer nervös, wenn unsere Schülerinnen und Schüler ihre Projekte präsentieren“, sagt das Lehrerinnen-Quartett.

Viele der Preisträger sind auch zum wiederholten Mal dabei, und auch im nächsten Jahr wollen sie wieder mitmachen, Ideen haben sie schon.