Heiligenhauser Grundschüler packen Kisten für Ghana

Heiligenhaus : Grundschüler packen Kisten für Ghana

Die Regenbogenschule unterstützt damit ihre Partnerschule in Kokrobite. Die sechs Kartons werden anschließend per Schiff versendet.

Kinderschuhe und –kleidung, Spielzeug und Schulsachen lagen am Freitag aus im frisch renovierten Foyer der Grundschule Regenbogen: „Wir packen sechs Überseekisten für Kinder in meiner Heimatstadt Kokrobite“, erklärt Shamsudeen Adjei.

Der Ghanaer trommelt seit zehn Jahren mit Schülern der Ilper Grundschule und im vergangenen Jahr fiel das Gespräch auf seine Heimat. Er fragte, ob in der Schule Bleistifte und Radiergummis übrig wären, die er mit in seine afrikanische Heimat nehmen könne, denn den Kindern dort fehle es daran.

Ein Stein kam ins Rollen. Kurzerhand sammelten Schüler, Eltern und Lehrkräfte unter Koordination von Musiklehrern Ute Küppersbusch bereits im vergangenen Jahr sechs Kisten voll mit Kinderkleidung, Büchern und Schulmaterial für zwei Schulen in Kokrobite, einer muslimischen und einer gemischt-konfessionellen. Der Beginn einer besonderen Schulpartnerschaft, die ausdrücklich keine Patenschaft sein soll, denn beide Seiten sind gleichberechtigt.

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„Wir fragen uns, warum wir nicht schon früher damit angefangen haben“, sagt Küppersbusch. Am Freitag packten sie und Adjei gemeinsam mit Schülern, Eltern und ehemaligen Schülern die nächsten vollgepackten sechs Kisten, die in dieser Woche über Mülheim in einem Container sechs Wochen lang nach Accra, der Hauptstadt Ghanas verschickt werden.

In Empfang nehmen wird sie dann Adjei, der die Sommerferien seiner Wuppertaler Trommelschule in der afrikanischen Heimat verbringen wird. Er wird dann auch die Verteilung der Sachen übernehmen und an ehemalige Straßenkinder verteilen, die dort jetzt zur Schule gehen können.

„Das Besondere: Wir kennen Shamsudeen ja seit zehn Jahren und können ihm vertrauen, dass unsere gesammelten Spenden dort ankommen, wo sie benötigt werden“, sagt Küppersbusch. Seit 20 Jahren lebt Adjei in Deutschland, aber wenn er von der Freude der Kinder in seiner Heimat erzählt, wenn sie Schulsachen, Spielzeug oder Kleidung auspacken, dann strahlt auch er.

80 Euro kostet der Transport einer solchen Kiste nach Ghana. „Im letzten Jahr hat die Finanzierung der Förderverein der Grundschule übernommen. In diesem Jahr freuen wir uns auch darüber, über 150 Euro anonymer Spenden von Eltern bekommen zu haben“, so Ute Küppersbusch.

Für die Heiligenhauser Schüler wird Ghana unter anderem durch Videos lebendig: Im November vergangenen Jahres feierten sie außerdem einen Ghana-Tag, an dem das Land im Vordergrund stand. (Unsere Zeitung berichtete). Im Frühling nächsten Jahres soll die Sammlung für Ghana dann erneut fortgesetzt werden.

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