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Heiligenhauser Feierabendmarkt ist ein Erfolgsmodell

Heiligenhaus : Feierabendmarkt ist ein Erfolgsmodell

In den drei Jahren seit dem Antrag hat sich der Markt etabliert.

Im März 2015 lag dem Wirtschaftsförderungsausschuss ein Antrag der FDP vor, in dem es hieß, dass Wochenmärkte zu den weichen Standortfaktoren einer Stadt gehören, die auch Außenwirkung haben. Wortlaut der nun folgenden Idee: „Bei einem ‚After-Work-Wochenmarkt‘ könnten die Marktzeiten vom Morgen auf den Nachmittag und Abend gelegt werden. Dadurch bietet sich die Chance, entspannt und ohne Hektik nach Feierabend das typische Markt-Flair zu genießen, einzukaufen und dazwischen einen Imbiss zu sich zu nehmen, ein Glas Wein zu trinken und mit Freunden zu kommunizieren.“

Die Uranfänge eines höchst erfolgreichen Kapitels der jüngeren Heiligenhauser Marktgeschichte –  der Feierabendmarkt. Noch verhalten und eher skeptisch sei damals die Reaktion gewesen, vor allem bei den Wochenmarktbeschickern, bei den Fraktionen kam die Idee jedoch schnell gut an, es galt nun ein schlüssiges Konzept auszuarbeiten. Ein Experte setzte bei den Ausschussmitgliedern anschließend weitere Impulse, so dass erste Rahmenbedingungen schnell konkret wurden: Einheitlich sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine regelmäßige Veranstaltung, einmal im Monat aus. Auch über den Wochentag, jeweils donnerstags – auf Empfehlung des Fachmanns –  herrschte nun schnell Konsens.

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Ein zusätzliches Angebot, dass die Stadt dringend brauchen würde, erklärte damals auch Handels-Sprecherin Annelie Heinisch: „Mit diesem Markt könnte man ein Klientel ansprechen, das man sonst nicht erreicht. Auch Publikum von außerhalb.“ Jürgen Borowski von der Stadt machte sich anschließend auf Märkten im Umkreis auf die Suche nach Beschickern, deren Angebot zum Heiligenhauser Feierabendmarkt passen konnte, dabei durfte er sich beruflich durchkosten und wurde fündig. Zur Premiere im Juni 2016 eröffneten zehn Stände mit frischem Brot, knackigen Würsten, einzigartigen Aufstrich-Kreationen auf dem Rathausplatz rund um überdachte Sitzplätze, dazu gab es Livemusik. Heiligenhaus war damit die erste Stadt im Kreis, die einen Feierabendmarkt hatte und sollte damit zum Trendsetter werden, in diesem Jahr folgten die Velberter, auch in Ratingen und Mettmann sind  Feierabendmärkte immer mal wieder im Gespräch.

Seit der Premiere ist das Angebot und die Atmosphäre auf dem Heiligenhauser Rathausplatz an jedem ersten Donnerstag im Monat eine Besondere: Kunden können Fleisch und Wurst, Wildspezialitäten oder Käse, dazu handgemachte Burger, Antipasti oder frisch aufgebrühten Kaffee, gleich vor Ort verkosten. Dabei ist das Angebot so beliebt, dass die Öffnungszeiten in den Sommermonaten verlängert wurden.

Mit dem nächsten Termin am Donnerstag, 6. Juni, 16 bis 21 Uhr, werden die Organisatoren schon das dreijährige Bestehen, wieder mit Livemusik (Siehe Infobox) feiern: „Die Händler und die Stadt Heiligenhaus freuen sich über einen klasse Markt und möchten sich im Laufe der Veranstaltung mit einem kleinen Präsent für die vergangenen drei Jahre herzlich bedanken“, kündigt die Verantwortliche Marion Baack an.

Als neuer Markthändler konnte übrigens die Firma „messerscharf“ gewonnen werden, sie bringen Edelstahlwaren wie Messer, Scheren, Pinzetten mit.