Heiligenhauser Idee Neue Plattform für das Ehrenamt

Heiligenhaus · Was kostet es, das Ehrenamt an Schulen zu stärken? Wenn es nur um technische Möglichkeiten geht - dann bleibt das finanziell überschaubar.

Werbung für das Ehrenamt ist die eine, technische Vorklehrungen eine andere Seite des gleichen Themas.

Werbung für das Ehrenamt ist die eine, technische Vorklehrungen eine andere Seite des gleichen Themas.

Foto: dpa/Patrick Seeger

Auf Antrag der CDU beschäftigt sich der Ausschuss für Bildung und Sport am ersten März-Dienstag mit der Idee, eine Plattform oder Börse für das ehrenamtliche Engagement an den Schulen in der Stadt einzurichten. Eine tragfähige Lösung scheint gefunden, die Verwaltung stellt sie vor.

Auf Grundlage der erforderlichen Anforderungen wurde eine bevorzugte Lösung identifiziert. Die aktuell eingesetzte Software in einer Nachbarkommune wird von der Verwaltung als keine nachhaltige Lösung angesehen, da der Softwareanbieter keine Weiterentwicklung vornimmt und personell nicht gut aufgestellt ist. Daher wurde nach einer Alternative gesucht. Der führende Anbieter in diesem Bereich ist das nach Erkenntnisse der Stadt-Fachleute Unternehmen freinetonline. Diese Software wird bereits erfolgreich in vielen Kommunen in NRW eingesetzt und erfüllt alle erforderlichen Anforderungen.

Zur Erläuterung heißt es weiter: „Freinet ist eine umfassende Software, die von vielen Institutionen erfolgreich genutzt wird und speziell für Freiwilligenagenturen, Bildungseinrichtungen sowie Städte und Gemeinden entwickelt wurde. Alle ehrenamtlichen Aktivitäten werden in einer gemeinsamen Datenbank erfasst und über eine Webseite für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht. Mithilfe von Freinet können sich engagementbereite BürgerInnen über die für sie passenden Einsatzstellen im Internet informieren.“ Für die Pflege der Inhalte sei lediglich eine Internetverbindung sowie ein Zugang mit Benutzername und Passwort erforderlich. Die Online-Datenbank (mysql/php) verfüge über sichere, verschlüsselte Zugänge (SSL), Firewall, Externes IP-Filtering, gespiegelte Festplatten, Platten im RAID-Verbund. Die Server befinden sich in Deutschland und sind nach ISO 27001 zertifiziert.

Zusätzlich zur Verwaltung der ehrenamtlichen Aktivitäten bietet die Software die Möglichkeit, Ehrenamtskarten zu verwalten sowie Akzeptanzpartner und Vergünstigungsstellen einzutragen.

Einige Beispiele für das Aussehen der Webseite für Bürgerinnen und Bürger gibt es schon: so für Ratingen, Essen und die Stadt Senden.

Die Kosten für die Software belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf etwa 90 Euro pro Monat inklusive Nutzung der kompletten technischen Infrastruktur, Support, Updates und umfangreiche Datenbankfunktionen. Kosten für die nötige Software werden mit 500 bis 1000 Euro veranschlagt, einmalig.

(RP/köh)
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