Karl-Heinz-Klein-Halle ist alt und marode Konzept für neue Sporthalle liegt auf dem Tisch

Heiligenhaus · Das dürfte in Schulen wie in Sportvereinen der Stadt für Aufatmen sorgen. Die Vorentscheidung für den Neubau ist gefallen. Was geplant ist.

Die Karl-Heinz-Klein-Halle an der Hülsbecker Straße ist in zwei Teilne 1959 und 1975 gebaut worden.

Die Karl-Heinz-Klein-Halle an der Hülsbecker Straße ist in zwei Teilne 1959 und 1975 gebaut worden.

Foto: Achim Blazy (abz)

Zuerst war es der Immobilienausschuss, der die Wahl hatte zwischen zwei Alternativen zur Zukunft des Hallensports in der Stadt. Und klar war von Beginn an: Billig wird das nicht. Aber notwendig. Der Rat wird in seiner Sitzung Anfang Juli entscheiden.

Variante eins: Sowohl die kleine wie die große Karl-Heinz-Klein-Halle sollen saniert werden. Zusätzlich soll am gleichen Standort in Gesamtschulnähe der Bau einer zusätzlichen Sporthalle „vorangetrieben werden“, wie es heißt. Das Geld dazu soll „bei der nächsten Gelegenheit in den Haushalt“ eingestellt werden. Dafür sprach sich der Immobilienausschuss aus. Denn die zweite Variante las sich vergleichsweise furchterregend: „Künftige Sperrung der beiden Bestandshallen für zwei Jahre - ohne Erweiterung der Hallenkapazität und ohne Anmietung einer Zweifachsporthalle für zwei Jahre als Interimslösung für knapp über fünf Millionen Euro, um die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durchführen zu können.“

So sehen die Pläne der Verwaltung im Detail aus: „Um während der Sanierung eine Ausweichmöglichkeit für die Zeit zu schaffen, in der die beiden Bestandshallen umfassend technisch und energetisch saniert werden, beabsichtigt die Verwaltung den Neubau einer dritten Halle an der Hülsbecker Straße. Die Hallenerweiterung würde mit der direkten Anbindung an die Bestandshallen auch dazu dienen, von dort die gesamte künftige Versorgung der kleinen Karl-Heinz-Klein-Halle zu übernehmen, was einen wirtschaftlichen Vorteil bringt und ebenso die Möglichkeit eröffnet, während der Sanierung durchgehend jeweils zwei Hallen für den Betrieb vorhalten zu können.“

Neubau plus Sanierung brächten mehrfachen Nutzen. Die Lösung wäre am ehesten dazu angetan, „den Mehrbedarf der Sportvereine und der Gesamtschule zu decken sowie auch die Nutzung durch die Einrichtung ,Club‘ zu ermöglichen.“ Hinzu komme, dass der Neubau mit rund 3,6 Millionen Euro günstiger als die Anmietung einer mobilen Ersatzsporthalle für zwei Jahre wäre. Der Miete für eine Zweifeldsporthalle für eine Dauer von zwei Jahren liege bei über fünf Millionen Euro wäre also „unverhältnismäßig hoch.

Aktuell besteht die Karl-Heinz-Klein-Halle aus der kleinen Turnhalle (Baujahr 1959), die 1975 um die große Sporthalle sowie weitere Umkleide-, Sanitär- und Nebenflächen erweitert wurde. Aufgrund des Alters der Hallen entspricht die technische Ausstattung nicht mehr dem Stand der Technik.

Der Entwurf eines Brandschutzkonzepts liegt der Verwaltung bereits vor. Er beinhaltet eine Reihe an erforderlichen Sanierungsmaßnahmen, um den brandschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. „Die Barrierefreiheit wird im Bestandsbau ebenfalls nicht durchgängig sichergestellt“, heißt es weiter in einer Bestandsaufnahme. Die Lüftungsanlage für beide Hallen ist 1978 installiert worden. Insbesondere die Anlagensteuerung entspricht nach einer bereits 2020 durchgeführten Bestandsaufnahme nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Die Gasheizung ist mittlerweile 32 Jahre alt und bedient beide Hallen. Damit nicht genug. „Leider finden sich nur noch wenige Ersatzteile für die Anlage und die Ausfälle häufen sich zunehmend. Die weitere Gebäudeausstattung ist größtenteils ebenfalls in die Jahre gekommen und bedarf eines Austauschs. In den letzten Jahren wurden vonseiten der Verwaltung mehrfach Instandhaltungsmaßnahmen beauftragt, um die Hallen in Betrieb und die technischen Anlagen auf einem abnahmefähigen Stand zu halten.“