1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Heiligenhaus will einen Klimaschutzmanager

Heiligenhaus : Hohe Ziele: Stadt setzt auf einen Klimaschutz-Manager

Künftig will Heiligenhaus Ideen zum Thema Klimaschutz enger zusammenführen. Dabei soll ein Experte helfen. Für eine langfristige Strategie nimmt die Stadt Geld in die Hand.

Die Stadt widmet sich seit langem dem Thema Klimaschutz. Beispiele: ein Warmer-Pulli-Tag in einer Heiligenhauser Schule im Jahr 2015, ein Schülerprojekt „aktiv fürs Klima“ im Jahr 2017, die Auszeichnung von Realschülern als Energiespardetektive im Jahr 2019; aktuell entstehen ein Bürgerwald mit klimawandelresistenten Baumarten und ein nachhaltiges Gewerbegebiet.

Bisher gibt es für den Klimaschutz in der Verwaltung keine geregelte personelle Zuständigkeit. Das soll sich ändern. eine kleine Chronik dazu: Im Frühjahr 2019 stellte die Stadt im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ einen Förderantrag, mit dem Ziel einer strukturierten Kurzanalyse zu Aktivitäten und Maßnahmen zum Klimaschutz. Im August 2019 kam der Zuwendungsbescheid. Der Projektzeitraum erstreckt sich bis Ende Februar 2021. „Das geplante Klimaschutzkonzept mit der Personalstelle soll hier eine möglichst nahtlose Fortführung dieser Aktivitäten sicherstellen“, heißt es dazu in einer Ratsdrucksache. Um strategisches Vorgehen zu etablieren, wird zusätzliches Personal im Fachbereich Stadtentwicklung und Umweltschutz benötigt. Im September 2020 stellte die Stadt Heiligenhaus dazu einen weiteren Förderantrag mit dem Ziel, erstmals ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Die aktuelle Förderquote liegt bei 75 Prozent. Bei geplanten maximalen Gesamtkosten von rund 216.000 Euro(Personalkosten und Kosten für Verwaltungsausgaben) verbleibt ein städtischer Eigenanteil von etwa 54.000 Euro. Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums (zwei Jahre) kann ein Anschlussvorhaben beantragt werden. Die Besetzung der Stelle erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes 2021 und vorbehaltlich der Förderzusage. Das Stellenbesetzungsverfahren kann in Abstimmung mit dem Fördergeber schon vor Erteilung des Bewilligungsbescheides begonnen werden. Aktuell wird die Einstellung ab Mai 2021 für zwei Jahre avisiert. Ein Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzaktivitäten. Die Inhalte des Klimaschutzkonzeptes sollen konkret auf die lokalen Besonderheiten in Heiligenhaus eingehen und dem Prinzip der Nachhaltigkeit (ökologische, soziale und ökonomische Ausgewogenheit des Handelns) Rechnung tragen.