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Heiligenhaus treibt Fotovoltaik voran

Klimaschutz in Heiligenhaus : Plan: Mehr Photovoltaik auf die Dächer

Die Stadtverwaltung hat das Potential für neue Anlagen geprüft. Auf zehn weiteren städtischen Gebäuden könnten bald neue Solarpaneele angebracht werden. Vorausgesetzt, es gibt Fördergelder.

Trifft Sonnenlicht auf kristalline Solarzellen, werden Elektronen in Bewegung gesetzt und es entsteht elektrische Energie. Geht es nach der Heiligenhauser Stadtverwaltung, dann soll das bald auf noch mehr Dächern städtischer Immobilien passieren. Dem Immobilienausschuss liegt am Dienstag eine Liste mit Dächern vor, auf denen eine Photovoltaik geplant ist. Insgesamt zehn Dächer wurden dafür geprüft.

Entscheidend waren Aspekte wie die Ausrichtung und Lage (wegen möglicher Verschattung), die Statik, der Strombedarf der Immobilie, der bauliche Zustand sowie das Potential laut Solarkataster. Die Dachflächen im Überblick: Der Neubau am Museum Abtsküche, die Sporthalle der Realschule, die Dachfläche des Immanuel-Kant-Gymnasiums, der Neubau des Clubs, die Kindertagesstätte „Steppkeshaus“ und „Löwenzahn“, der derzeit im Bau befindliche Anbau der Ilper Grundschule Regenbogen, die Sporthallen der Gerhard-Tersteegen-Grundschule in Hetterscheidt sowie der Adolf-Clarenbach-Grundschule in Isenbügel und auch das VHS-Gebäude am Südring könnte auf ihren Dächern zukünftig Strom aus Sonnenlicht produzieren.

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Gerechnet wird hier bei einer erwarteten Peakleistung, also der maximal abgegebenen Leistung, von insgesamt 324,5 Kilowatt mit einer Ersparnis von 159,98 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Stadtverwaltung baut hierbei auf das Förderprogramm „progres.nrw-Klimaschutztechnik“, mit dem der Photovoltaik-Ausbau auf städtischen Dächern vorangetrieben werden soll. „Für die Stadt Heiligenhaus kommen hierbei die beiden Förderbausteine ‚Beratungsleistungen zum Photovoltaikausbau‘ und ‚Photovoltaik-Dachanlagen auf kommunalen Gebäuden zusammen mit einem Batteriespeicher‘ infrage“, wie es in den Unterlagen heißt, die dem Ausschuss zur Kenntnisnahme vorliegen.

Neben einer Fördersumme von 400.000 Euro durch das Förderprogramm stehen im Rahmen des ISEK voraussichtlich ab 2024 weitere 821.000 Euro für den Ausbau von Photovoltaik zur Verfügung. „Bei einer Gesamtumsetzung aller Maßnahmen werden pro Jahr rund 520.000 Kilowattstunden Strom produziert, die Eigenbedarfsdeckung liegt demnach bei rund 40 Prozent, die CO2-Einsparung bei etwa 257 Tonnen im Jahr, bezogen auf das Referenzjahr 2012 bei etwa 417 Tonnen pro Jahr.“ Das Umweltbildungszentrum, die Grundschule St. Suitbertus und Schulstraße, die Gesamtschule sowie das Stadtteil- und Familienzentrum Oberilp wurden bereits mit Photovoltaikanlage ausgestattet.

Bei einer installierten Peakleistung erreichen die Anlagen zusammen bis zu 196,19 Kilowatt, das entspricht einer insgesamten Einsparung von 96,72 Tonnen CO2 pro Jahr.