Heiligenhaus. Tage der Begegnung

Heiligenhaus : Stadt setzt auf geselliges Miteinander

Alles voll im Plan: Die Tage der Begegnung im September bringen Menschen mit und ohne Handicap zusammen.

Klingt paradox, trifft aber zu: Das Stadtfest (von Donnerstag bis Sonntag dieser Woche) zeigt schon vorab Wirkung. So haben sich die Macher eines weiteren Großereignisses in der Stadt kräftig ins Zeug gelegt, um rechtzeitig die Werbetrommel für die „Tage der Begegnung“ Ende September/Anfang Oktober rühren zu können. Vom 30. September bis 3. Oktober wird es um eine Fülle von Begegnungen zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen gehen.

Eine Idee mit längerer Vorgeschichte, wie Sozial-Fachbereichsleiterin Doris Ruthmann-Dümpel gestern bei einer ersten Präsentation der Pläne erklärte: „Der Runde Tisch Soziales hat den Wunsch an uns herangetragen, im jährlichen Wechsel mit dem Demenzinfotag einen Tag der Begegnung anzubieten.“ Das Programm für dieses Jahr sprengt diesen Rahmen deutlich. Was nicht zuletzt an der großen Zahl der interessiert Beteiligten und deren schon jetzt guter Vernetzung liegen dürfte. Noch sind nicht alle Einzelheiten klar, aber der Programmrahmen steht. Am Montag, 30. September, beginnt um 9.30 Uhr ein großes Frühstück bei der Tafel an der Rheinlandstraße, tags darauf helfen WSS-Azubis dort auch bei der Essensausgabe. Am Starttag gibt es außerdem einen Spielenachmittag im Seniorentreff St. Ludgerus mit Schülern der Suitbertus-Grundschule und einen Filmabend im Club. Welcher Film gezeigt wird, ist noch offen. für Dienstag, 1. Oktober, lädt die Awo nachmittags zum offenen Kaffeetrinken ein. Und um 18.30 Uhr trägt der blinde Hattinger Autor Dieter Kleffner in der Stadtbibliothek aus seinen Werken vor. Daran wird sich eine Podiumsdiskussion anschießen.. Mittwoch, 2. Oktober, steht im Zeichen von Kindertheater im Club und einem Spiel und Schwimmfest im Heljenbsbad, für das die Lebenshilfe eine eigene Olympiade vorbereitet. Donnerstag, 3. Oktober, laden die Stadtwerke zu einem großen Abschlussfest an die Abtsküche ein.

Am ein oder anderen Programmpunkt ist noch allerhand einzurichten und zu justieren, wie Ruthmann-Dümpel weiß. Fest steht aber schon: An der Werbung für die Tage der Begegnung wird man beim Stadtfest nur schwer vorbeigucken können. Dafür hat die Grafikerin Christa Binder gesorgt. Sie hat über ein passendes Symbol nachgedacht – und eines gefunden: Ein kleiner roter Knopf soll für den Wiedererkennungswert der ganzen Idee stehen: Mittendrin statt nur dabei heißt das Motto.

Den Knopf gibt es unter anderem als Aufkleber oder zum Anstecken. Das Material wollen die Macher beim Stadtfest flächendeckend verteilen. Echt eine Alternative zur Kalender-App.

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