Heiligenhaus: Tag der Erstsemester auf dem Campus

Heiligenhaus : Tag der Erstsemester auf dem Campus

Zehn Jahre Hochschule am Ort - und für 86 „Erstis“ begann gestern das Studium. Zu Gast war auch eine japanische Wirtschafts-Delegation. Zusammen mit den Wirtschaftsförderern der Stadt gab es eine Reihe von Terminen.

Heiligenhaus als Hochschulstandort? Bereits seit zehn Jahren ist diese Idee Wirklichkeit. 2009 startete der Campus Velbert/Heiligenhaus, kurz: CVH, als Außenstandort der Bochumer Hochschule im Niederbergischen. 24 Studierende wurde damals zu echten Pionieren – und das noch in provisorischen Laboren, Hörsälen und Büros in den oberen Etagen des Kiekert-Gebäudes an der Ratinger Straße. In enger Zusammenarbeit mit den Firmen der Region wird seitdem der Ingenieurs-Nachwuchs, hauptsächlich im dualen System, in Heiligenhaus ausgebildet und das auch wieder ab nächster Woche, dann startet das neue Semester. Und so wurden gestern die euen Studierenden in den Bachelor-Studiengängen willkommen geheißen, während heute diejenigen begrüßt werden, die den Bachelor bereits haben und den Master noch dran hängen.

Für die insgesamt 86 Bachelor-Anwärter ging es gestern nach einleitenden Worten im Hörsaal jedoch erst mal auf Erkundungstour: Bei der schon traditionellen Campus-Rallye führte es die frisch gebackenen Studierenden durch den neuen Campus an der Kettwiger Straße, Zeit also, die Kommilitonen kennen zu lernen und auch das Haus, in dem sie von nun an viel Zeit verbringen werden.

Wo ist eigentlich die Bibliothek? Wie sieht das Angebot der Cafeteria aus? Im Vergleich zum Mutterhaus in Bochum ist der Campus gezielt klein und familiär gehalten, zurecht finden, muss man sich trotzdem erst mal. Nach so mancher Verzögerung zog das Hochschulteam 2017 in das nagelneue Gebäude auf dem unteren Teil ehemaligen Kiekert-Areals. Ein Haus, das den Ansprüchen eines modernen Hochschulstandortes entspricht und viele Möglichkeiten zur Lehre und Forschung bietet, etwa im Multitechnikum.

Das erstreckt sich über zwei Etagen und bietet Raum für großformatige Forschung. Seit letztem Jahr steht dort zum Beispiel ein Prüfstand für Lenkungssysteme im Wert von 600.000 Euro, das sei „weltweiter oberer Industriestandart.“ Beste Bedingungen für den Berufsstart. Inzwischen werden hier fünf verschiedene ingenieurwissenschaftliche Studiengänge angeboten: Mechatronik und Informationstechnologie, Mechatronik und Produktentwicklung, Technische Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Außerdem kann hier die Zusatzqualifikation zur Lehrkraft am Berufskolleg erworben werden.

Das Hauptstudium gliedert sich dabei in drei Wege: Der KIA-Studiengang steht für kooperative Ingenieurausbildung und verbindet eine klassische auf zwei Jahre verkürzte Lehre in einem Ausbildungsberuf mit einem 9-semestrigen Studium an der Hochschule. Der KIS-Studiengang dagegen steht für ein kooperatives Ingenieurstudium. In diesem Studienmodell kombinieren Sie Praxisphasen in einem Unternehmen mit einem ebenfalls Studium in neun Semestern an der Hochschule Bochum. Zuletzt folgte auch das Angebot des Grundständigen Studiums, also sieben Semester in Vollzeit mit Projektarbeiten oder freiwillige Hospitanzen in Unternehmen.

Den Campus erkundeten gestern auch die städtischen Wirtschaftsförderer. Sie hatten eine japanische Delegation zu Gast. Genauer gesagt, Vertreter der japanischen IHK zu Düsseldorf. Sie machten sich gemeinsam einen Tag lang ein Bild von „Innovation, R&D excellence and business success in the wider Düsseldorf region” also von Topstandorten im Raum Düsseldorf.

Der Vormittag war dem Campus gewidmet, eine weitere Station war die Hetterscheidter Firma IMS, wo, laut Einladungstext, sogar ein kleines Oktoberfest vorbereitet war. Außerdem informierten sich die japanischen Gäste über die Zukunfts-Perspektiven des entstehenden Innovationsparks am südlichen Stadtrand.

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