1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Heiligenhaus: Stadt und Lokckdown

Heiligenhaus: Fakten zum Lockdown in der Stadt : Wie die Stadt den Lockdown angeht

Massive Einschränkungen sind beschlossen. Verstärkte Kontrollen zu Silvester. Und eine unkonventionelle Idee des Ordnungsdienstes.

Der Krisenstab im Rathaus hat – analog zum ersten Lockdwon – ein Maßnahmenbündel für die Stadt in Kraft gesetzt.

Das Rathaus bleibt ab Donnerstag, 17.Dezember, bis zunächst zum 10.Januar für den unkontrollierten Zugang geschlossen. Bereits verbindlich vereinbarte Termine behalten Bestand. Zur Erledigung von unaufschiebbaren, Angelegenheiten können entsprechende Termine mit dem jeweiligen Ansprechpartner (vgl. www.heiligenhaus.de) direkt oder über die Telefon-Hotline 02056 13-0 vereinbart werden. Die Hotline wurde personell aufgestockt.

Die Musikschule stellt vom 16. Dezember an den Präsenz-Unterricht erneut auf das E-Learning um.

Die Stadtbücherei ist ebenfalls ab dem 16. Dezember geschlossen. Der Zugriff auf die Onlineportale ist weiterhin uneingeschränkt möglich. Vom 16. bis 18. Dezember und vom 5. bis 8. Januar ist das Team der Stadtbücherei für individuelle Fragen telefonisch (02056/60024) und per Mail ([email protected]) zu erreichen.

Stadtwerke: Sowohl der Unternehmenssitz der Stadtwerke an der Abtskücher Straße, als auch der Service-Point im Pavillion auf dem Rathaus-platz werden ab dem 16. Dezember für den Publikumsverkehr nicht zur Verfügung stehen. Für Ihre Anliegen und Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Stadtwerke gerne unter Tel.: 02056 590-0 zur Verfügung.

  • Museumspädagogin Irina Wistoff kennt sich mit
    Seniorenarbeit in Heiligenhaus : Ludgerustreff-Gäste erzählen virtuell über altes Spielzeug
  • Im Rathaus fahren die politischen Gremien
    Stadtrat überträgt seine Aufgaben : Leverkusen erwartet politischen Lockdown am Montag
  • Chitra Arndt, Auszubildende bei bei der
    Fachleute aus Dormagen : Lesetipps gegen die Lockdown-Langeweile

Silvester: „Weiterer wesentlicher Beratungspunkt in der heutigen Lagebesprechung war zudem die Umsetzung des Böllerverbots. Grundsätzlich sieht die Neufassung der Coronaschutz-Verordnung ein Verkaufsverbot für Pyrotechnik vor. Dennoch muss davon ausgegangen werden, das Restbestände aus dem Vorjahr möglicherweise zum Einsatz kommt“, sagte Rathaussprecher Peter Parnow nach der Lagebesprechung. Entsprechend der vorgesehenen Regelungsermächtigung wird die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen, die ganz konkret auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Grünanlagen ein Feuerwerksverbot vorsieht. „In enger Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde und durch die erneute Unterstützung durch den THW-Ortsverband, wird die Einhaltung sowohl des Böllerverbots als auch der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln und der Kontaktbeschränkungen eng-maschig kontrollieren“, kündigt Bürgermeister Micheal Beck an.

Mit Blick auf die weiterhin noch recht hohen Infiziertenzahlen sowohl im Kreis Mettmann als auch in Heiligenhaus appelliert Beck abermals an die gegenseitige Rücksichtnahme in den nächsten Wochen.

Kontrastprogramm: Das mobile Datenerfassungsgerät der Stadtwacht-Mitarbeiter das „Ho Ho Ho“ des Weihnachtsmannes. Kleinere Vergehen werden seitdem vom Team der Stadtwacht mit der Mahnung geahndet, dass auch zur Weihnachtszeit die StVO gelte - und dem magischen Satz: „Heute sehen wir von einer Anzeige bzw. einem Verwarngeld ab.“

Die Idee dazu ist „Ein Mitarbeiter aus dem Rathaus gab den Hinweis, dass das in einer Stadt in einem anderen Bundesland so praktiziert wird“, sagt Kerstin Ringel, Fachbereichsleiterin für Ordnung und Sicherheit. Im Rathaus sei die Idee dann so gut angekommen, dass man sie aufgegriffen habe. „Wir mussten erst einmal in Erfahrung bringen, was die Programmierung der Geräte kostet.“ Die sei günstig gewesen und machbar. Noch bis zum 23. Dezember gibt es in der Stadt nun also noch die Chance auf die Wünsche für ein frohes Fest, einen guten Rutsch und Gesundheit hinter dem Scheibenwischer. „Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen dazu bekommen“, sagen Ringel und Mitarbeiter Oliver Pöters.

Ein Freiparkschein ist das allerdings auch nicht. „Es geht hier wirklich nur um die ganz leichten Verstöße, im Parkscheiben-Bereich zum Beispiel“, betont Ringel.