Heiligenhaus: Stadt präsentiert neues Familienzentrum

Städtebau : Stadt präsentiert neues Familienzentrum

In der Ilp konnte man sich am Samstag erst den Umbau der ehemaligen Grundschule anschauen und danach beim Brückenfest feiern.

Es ist ein Millionenprojekt, das für die Stadtverwaltung seit Beginn der Planung eine echte Herausforderung ist: Das ehemalige Grundschulgebäude mitten in der Oberilp wird zum multifunktionalen Stadtteil- und Familienzentrum umgebaut und soll, so die aktuellen Planungen, zum 1. Januar 2020 bezugsfertig sein. Allen voran für die  Kindertagesstätte „Unter’m Himmelszelt“ unter Trägerschaft der evangelischen Kirche, aber auch für Stadtteilbüro und Gesundheitsamt.

In dem Umbau stecken Fördergelder des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung, die eine Liste an Förderbedingungen mit sich bringen. Und die gilt es einzuhalten – andernfalls droht die Gefahr, dass Heiligenhaus zusätzlich zum bereits gestiegenen Eigenanteil von aktuell 940.000 Euro auch auf den 2,9 Millionen, die vom Bund getragen werden sollen, sitzen bleibt.

Nach der städtischen Antragstellung im Turbogang (2016) und einem anschließenden Genehmigungsverfahren in Schrittgeschwindigkeit erfolgte im Mai 2018 der sehnlichst erwartete Spatenstich. Jetzt ist das Haus bereits komplett entkernt und eingerüstet und die Veränderungen werden deutlich sichtbar.

„In weiten Teilen sind die neuen Fenster schon eingebaut, jetzt ist gerade der Heizungsbauer drin und als nächstes kommen Maurer und Elektriker, bevor dann der Estrich verlegt und verputzt wird“, sagt Gabriele Jäger über den aktuellen Stand der Dinge. Die Chefin des städtischen Immobilienservices hatte für Samstag zum Tag der Städtebauförderung auf den ehemaligen Schulhof eingeladen – auch das war eine Bedingung für die Förderung des Projektes: Öffentlichkeit.

Schon 2017 stellten die Planer die Maßnahmen beim Tag der Städtebauförderung vor und hofften da noch auf einen Abschluss der Arbeiten im Jahr 2018. „Ein großer Teil der Akteure, die das Projekt vorangeschoben haben, wird zur tatsächlichen Eröffnung bereits im Ruhestand sein“, sagt Thomas Langmesser, Dezernent für Jugend, Soziales und Kultur.

Auf die Baustelle selbst durften die Besucher am Samstag nicht, „zu gefährlich“, mahnte Jäger, da jüngst Böden wegen Problemen mit der Entwässerung aufgerissen werden mussten. Im Treppenhaus des einst ziemlich barrierereichen Hauses wurde nun ein Aufzug installiert, der in jede Etage der versetzten Ebenen führt.

Dem Brandschutz geschuldet, werden noch zwei Außentreppen angebaut. Die bringen vor allem im vordereren Bereich noch einmal statische Herausforderungen mit sich. „Aber im Juni werden wir das angehen“, so Jäger, die die Baustelle mit einem Satz zusammen fasst: „Wir haben auf dieser Baustelle jeden Tag mit irgendwelchen Überraschungen zu tun.“

Überraschungen gab es übrigens auch wenige Meter weiter: Rund um die Fußgängerbrücke zwischen der Oberilper Grubenstraße und der Unterilper Moselstraße ließen die Ilper ihr Brückenfest wieder aufleben.

Stadtteilsozialarbeit, der Bürgerverein Unterilp und die Bürgergemeinschaft Oberilp sowie die beheimateten Institutionen feierten die grauen Wolken einfach weg und zarte Sonnenstrahlen herbei.

Zahlreiche Akteure aus dem Alltag bereicherten dabei das gemeinsame Stadtteilfest mit spannendem Programm und interessanten Angeboten, sie rutschten zusammen und feierten ihre Nachbarschaft.

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