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Heiligenhaus. Sicherheit auf der Rheinlandstraße in der Diskussion

Streit um neue Fußgängerampel: Nötig der nicht? : Weiter Sorge im sichere Rheinlandstraße

Tempo 30 reicht nicht, moniert die SPD. Neue Fußgängerampel ist teuer und überflüssig, kontert die CDU. Ende offen.

Die Sorge um maximale Sicherheit für Fußgänger auf Telen der Rheinlandstraße treibt Politik und Verwaltung weiter um. Aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Meinungsbildung in der SPD-Fraktion ist abgeschlossen. Ein Wunsch steht obenan: Die defekte Fußgängerampel in Höhe der Ludgeruskirche soll wieder her. Wie berichtet, soll eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses Klarheit bringen. Klare Worte kommen von Klaus Glahn für die SPD: „Die rigorosen Sparmaßnahmen des Bürgermeisters im Bereich der Überquerung Rheinlandstraße, zu Lasten der Kinder aus Kita und Grundschule sowie Fußgängern aus der Kirche und der Senioreneinrichtung, sind für die SPD absolut indiskutabel.“

Ortsvereinschef Ingmar Janssen schlägt in die gleiche Kerbe: „Insbesondere die ganz kleinen Straßenverkehrsteilnehmer sind häufig nicht sicher genug im Umgang mit Autofahrern“, sagt er.

„An dieser Stelle ist ein Zebrastreifen schlicht unzureichend, wenn es darum geht, den sicheren Übergang für die Kinder zu gewährleisten“, ergänzt Friedrich Ernst Martin. Die Kosten für eine Ampelanlage von mehreren hunderttausend Euro, „wie von dem CDU-Vorsitzenden Frank Jakobs genannt“, entbehrten jeglicher Grundlage, so die SPD-Politiker weiter. Die Kosten liegen nach ihren Recherchen etwa bei nur 30.000 Euro. „Ein Betrag, den der Bürgermeister von Heiligenhaus nicht gegen die Sicherheit der überquerenden Kinder in Frage stellen sollte“, so Glahn.

Für sachlich falsch erklärt die SPD das Argument, in einer Tempo-30-Zone dürfe keine Überquerungsampel installiert werden. das Gegenargument: „Selbstverständlich kann man insbesondere in der Nachbarschaft von Schulen, Kirche und Kindergärten mit einer Ampel für die Sicherheit der Kinder sorgen. Nun soll offenbar den besorgten Eltern der Kinder ein Zebrastreifen als CDU/FDP-Minimallösung verkauft werden, ein Vorgang, der in den Reihen der SPD heftige Irritationen verursacht hat.“

„Ich bin angesichts der Diskussion nicht unfroh über die Sondersitzung in der kommenden Woche.“ So kommentiert der angesprochene Bürgermeister Michael Beck den Stand der Diskussion. Von Sparmaßnahmen oder dergleichen könne keine Rede sein. Denn: „Was auf dem Tisch liegt, ist nach wie vor der Beschluss des Verkehrsausschusses vom August. Darin steht: Die Ampel soll abgebaut werden.“ Dieser Beschluss sei übrigens bei einer Gegenstimme so gefallen. Insofern sei die Verwaltung derzeit nicht mit anderen Planungen beauftragt. Das gilt vorerst so bis nächste Woche. Beck deutete an, sich neuen Überlegungen nicht verschließen zu wollen. Allerdings sei auch die Polizei in einer vorliegenden Stellungnahme zu dem Schluss gekommen, eine Fußgängerampel in Höhe der Ludgeruskirche sei nicht erforderlich.