Heiligenhaus. Schulplaner und Grundschulen

Fünf Grundschulen und ihre Eingangsklassen : Rechenaufgaben für die Schulplaner

Das ist mehr als nur ein Fall für die Statistik: Die Stadt stellt die Weichen für die fünf Grundschulstandorte. Die Diskussion um die künftige „Zügigkeit“ – die Anzahl der Parallelklassen pro Jahrgang – ist damit beendet.

Der Arbeitskreis Schule hat sich in drei Sitzungen mit dem Thema „Grundschulkonzept“ auseinandergesetzt. In die Überlegungen floss eine erhebliche Datenmenge ein. Schulrecht, bauliche Situation an den fünf Grundschulstandorten der Stadt – und das Anmeldeverhalten. Es geht auch um Prognosewerte für die kommenden fünf Jahre. Sie sollen in den Schulentwicklungsplan mit einfließen.

Im Blick haben die Planer die sogenannte Kommunale Klassenrichtzahl (KKR). Sie gibt an, wie viele erste Schulklassen gebildet werden können und müssen. Diese Zahl muss die Stadt bis 15. Januar eines Jahre berechnen. Dabei wird die voraussichtliche Zahl der Schüler einer Kommune durch 23 geteilt. Ist das Ergebnis kleiner als 15, wird auf die darüber liegende ganze Zahl aufgerundet. Bei Ergebnissen größer 15 und kleiner 30 wird kaufmännisch gerundet, bei Ergebnissen über 30 auf die darunter liegende Zahl abgerundet.Das Rechenexempel geht noch weiter:Eine zweizügige Schule mit einer Aufnahmekapazität von 56 Schülern kann demnach sowohl zwei Klassen mit 28 Schülern bilden als auch die Aufteilung 27/29 vornehmen.

Das Modell enthält allerdings Unwägbarkeiten, wie aus den Ratspapieren hervorgeht: „Gebildete Klassen werden grundsätzlich unabhängig von später eintretenden Schülerzahlveränderungen fortgeführt. Allerdings kann in besonderen Ausnahmefällen die Zusammenlegung oder Teilung von Klassen in der Fortführung durch die Schulaufsichtsbehörde zugelassen werden. Voraussetzung dafür können pädagogische, schulorganisatorische oder bauliche Gründe sein.“ Wichtig für Eltern in diesem Zusammenhang: „Ein Aufnahmeanspruch besteht in der nächstgelegenen Schule im Rahmen der festgelegten Kapazitäten.“ Aus alledem ergibt sich für Heiligenhaus: Es braucht elf Eingangklassen an den fünf Grundschulen. Die Planer gehen von rund 250 I-Dötzen pro Jahr aus. Für das Schuljahr 20121/2022 könnten es zwölf Eingangsklassen werden. Beschlusslage: An der Gemeinschaftsgrundschule Schulstraße soll es künftig je drei Züge geben, bisher sind es dort je zwei.

Aktuell gibt es 250 Erstklässler in der Stadt. Für die kommenden Jahre sind folgende Zahlen prognostiziert: 243, 259, 247 und 233. Daraus ziehen die Planer Schlüsse: „Aufgrund der Prognosen sollte aber keinesfalls eine Eingangsklassenbildung unter 10 in Erwägung gezogen werden, da das bei einer Lernanfängerzahl von rund 250 dazu führen würde, dass an jeder Schule die Kapazitäten bereits zum Schuljahresbeginn voll ausgeschöpft sind.“

Mehr von RP ONLINE