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Heiligenhaus: Schlumpf-Ausstellung eröffnet

Museum Abtsküche : Schlümpfe rocken das Museum Abtsküche

In der Abtsküche wurde gestern die Schlumpfausstellung von Sammler Andreas Scharf eröffnet. Für ihn erfüllt sich damit ein echter Traum.

„Schlumpfhausen ist ein Stadtteil von Heiligenhaus.“ Dies wurde gestern von Bürgermeister Michael Beck offiziell bestätigt. Nachdem kleine Wesen, normalerweise von der Größe dreier aufeinander gestapelter Äpfel, mit blauer Haut und hauptsächlich weißen Mützen zum Ende letzter Woche das Abtskücher Museum in hoher Zahl und friedlich erobert haben, freuen sie sich in ihrem Domizil seit gestern auf viele kleine und große Besucher.

Zu sehen ist nun die „schlumpfigste Ausstellung, die Heiligenhaus je gesehen hat“, sagte der Bürgermeister, der seine Eröffnungsrede – dank eines Versprechens - mit weißer Schlumpfkappe hielt. Die neue Sonderausstellung ist dabei für so manchen Erwachsenen eine Reise in die eigene Kindheit, während die Kinder mit großem „Boah“ ins Staunen geraten. Es lohnt sich dabei für jeden, in der neuen Sonderausstellung die Augen aufzuhalten und wirklich in alle Richtungen zu schauen, denn die Schlümpfe haben sich so manchen ungewohnten Winkel im Museum erobert. Mit der Möglichkeit zur Ausstellung machen die Heiligenhauser dem Neusser Schlumpfsammler Andreas Scharf ein ganz besonderes, verfrühtes Geschenk zum 52. Geburtstag in der nächsten Woche: „Ich bin überwältigt. Es macht mich wahnsinnig stolz, dass ich meine Sammlung hier zeigen darf“, sagte der menschliche „Papa Schlumpf“, dem Freunde ein „schlumpfiges Wesen“ attestieren und auch gerne mal für verrückt erklären, wie er selbst mit einem Schmunzeln erzählt. Er sammelt seit dem er mit fünf Jahren seinen ersten Schlumpf geschenkt bekommen hat, der ebenfalls in der Sammlung zu sehen ist und dürfte heute die wohl größte Schlumpfsammlung im deutschsprachigen Raum besitzen.

Aus dem Grund hatte der WDR ihn im Vorahr zum 60. Jubiläum der Schlümpfe in seine Sendung „Hier und Heute“ eingeladen, in dem er den Wunsch nach einer Ausstellung äußerte - die Heiligenhauser wurden aufmerksam und die Freude war groß, als der Termin feststand. Das war vor einem Jahr, seitdem hat der Schlumpf-Fan, der aus Wuppertal stammt, die Tage bis zum Start gezählt. Drei Tage vor der Ausstellungseröffnung hat er mit einem Team von insgesamt sechs Helfern etwa 5000 Schlumpf-Sammlerstücke aufgestellt. In Vitrinen, über den Köpfen und an noch so manchem Orte versteckt sich nun ein Teil seiner Sammlung, die „wahrscheinlich über 9000 Stücke“ beträgt und eigentlich in seiner Wohnung und der Garage zu finden ist. Was ihn an den Schlümpfen begeistert? „Die liebevolle Art, wie die Schlümpfe miteinander umgehen und füreinander einstehen, obwohl jeder von ihnen so seine Eigenarten hat.“ Davon könne sich die Gesellschaft, gerade heutzutage ruhig ein Stück abschneiden, findet er. In diesem Sinne feierten gestern Schlumpf-Fans aus dem weiten Umkreis mit ihm die Eröffnung, sogar aus den Niederlanden waren sie angereist. Gefeiert wurde mit einer kleinen Spendenaktion zu Gunsten eines guten Zwecks, blauem Sekt sowie lebensgroßen Schlümpfen und einem Museumskustos als Vadder Abraham verkleidet.

Schlümpfe auf Regenschirmen, Gummistiefeln, Handtüchern, Weckern, Geschirr, Radios oder in beinahe jeder erdenklichen Lebenslage – ein schlumpfiges Vergnügen.