Heiligenhaus: Realschule verabschiedet Konrektorin

Ende einer Ära : Realschule verabschiedet Konrektorin

Elisabeth Lux geht in den Ruhestand. Am letzten Arbeitstag gab es ein regelrechtes Bad in der Menge.

(sade) Es war kein offizieller Feiertag, der gestern an der Heiligenhauser Unesco-Realschule anstatt, sondern ein Tag, der das Ende eine Ära einläutete.  Denn nach über 20 Jahren Tätigkeit als Konrektorin verabschiedete sich mit Elisabeth Lux ein Urgestein von der Schule.

Zelebriert wurde das mit einer großen Versammlung auf dem Schulhof, samt Tanz-Flashmob und anschließender Feierstunde. Und wer gestern einmal der Lehrerin für Englisch und Textilgestaltung hinterher spürte, der bekam nur Positives zu hören. Schüler lobten sie als ausgesprochen nette, faire Lehrerin und die Kollegen ließen durchblicken, dass im Kollegium etwas fehlen wird wenn sie nicht mehr da sein wird. „Sie ist immer gut drauf und immer positiv, auch in Stress-Situationen“, sagte zum Beispiel Kollege Simon Thüring. Als Konrektorin hatte Lux, neben Schulleiterin Sonia Cohen die Organisation im Blick. „Sie hat zum Beispiel das Projekt Erasmus plus begleitet und dabei Kollegen aus Lettland oder Nord-Irland in Heiligenhaus begrüßt“, fügt Kollege Thomas Lange an. Auch Tage der offenen Tür oder das „Engel der Kulturen“-Projekt hat sie angeschoben. Ebenso wie die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum als Unesco-Realschule im Jahr 2014/2015, das sie damals organisiert hat. Dessen Theme: Weltoffenheit und Menschenrechte werden ihr sicherlich auch weiterhin am Herzen liegen werden. Schließlich ist sie auch Mitglied der internationalen Frauengruppe. Für die Mutter zweier Kinder war es dabei gestern kein leichter Abschied. „Sie hat einen guten Draht zu den Schülern“, weiß Kollege Thomas Lange. Doch sie geht nun reich beschenkt in den Ruhestand. Aus der Klasse 10b gab es zum Beispiel selbst gestaltete Bilder für die heimischen Wände.  Auch von Bürgermeister Michael Beck gab es ein Bild, sozusagen Heiligenhaus in Kleinformat. Als die Einladung zur Verabschiedung kam, habe sich das Stadtoberhaupt tatsächlich gewundert: „Ich dachte, das kann doch gar nicht sein, dass es schon soweit ist.“ Man habe gemeinsam viele Themen bearbeitet, dicke Bretter gebohrt und viele Dinge gemeinsam gelöst. „Und ich weiß wie wichtig es ist, eine gute Stellvertretung zu haben.“ Mit Elisabeth Lux gehe nun auch so etwas wie ein Fels in der Brandung. Sein Satz „Es war eine tolle Zeit“ stieß dann auch bei der baldigen Ruheständlerin auf heftiges Nicken. Was die gebürtige Sauerländerin die in Köln studiert hat und nun in Heiligenhaus heimisch geworden ist, mit ihrer freien Zeit anstellen wird? Das verriet gestern Ehemann Franz Lux: „Im Frühling ist eine Reise nach Italien geplant.“