Heiligenhaus. Premiere für innogy-Klimaschutzpreis aus

Heiligenhaus : Stadt sucht ihre Klimaschutz-Helden

Ehrenamtliche Initiative vor Ort gebührend würdigen – das soll mit dem Innogy-Preis Gestalt annehmen.

Der Wettbewerb selbst ist seit Jahren eingeführt, in Heiligenhaus hat er in diesem Sommer Premiere: Der Energieversorger innogy und die Stadt rufen gemeinsam zur Teilnahme am „Klimaschutzpreis 2019“ auf. Mit dem Preis werden Projekte gefördert, die den Umwelt- und Klimaschutz in einer Stadt voranbringen. Im denkbar weitesten Sinne.

Ein Beispiel aus der niederrheinischen Gemeinde Rheurdt hat Innogy-Mitorganisator Friethjof Gerstner auf Nachfrage als Beispiel parat: „Ein Mann stellte Podcasts zu Klimaschutzthemen zusammen. QR-Codes platzierte er an städtischen Spielplätzen so dass die Infos dort für alle Besucher verfügbar waren.“ PC-gestützter Klima- und Umweltschutz ist aber kein Muss.

Das erläuterte die künftige Jury gestern. Sie besteht aus dem Beigeordneten Björn Kerkmann, dem Stadtmarketing-Koodinator André Saar und Innogy-Mann Gerstner. Mit dem Preis sollen Ideen belohnt werden, die in besonderem Maße Energie effizient einsetzen oder die Umweltbedingungen am Ort erhalten oder gar verbessern. Förderfähige Projekte können Maßnahmen zur Verminderung vorhandener Umweltbeeinträchtigungen sein, Lärmschutz und CO2-Reduktion zählen dazu. Aber auch Abfallbeseitigung, Wärmedämmung sowie alles, was mit „Umweltbildung“ zu tun hat, ist in dem Wettbewerb gefragt.

„Gut die Hälfte der Teilnehmer kommt erfahrungsgemäß aus Schulen und Kitas“, so Gerstner. Angesprochen sind zudem Vereine, Organisationen, Arbeitsgemeinschaften und auch Privatleute. Letztere jedoch unter Vorbehalt: Sie können teilnehmen, wenn „ihre Projekte auch der Allgemeinheit zugutekommen und sie öffentlich nutzbar oder zugänglich sind“, heißt es in den Ausschreibungsunterlagen. Zudem soll es in jedem Fall um Projekte gehen, die greif- und sichtbar realisiert werden, nicht um wolkige Vorstellungen nach dem Motto: „Man könnte mal etwas so oder so machen...“.

Saar sieht in der Idee des Preises auch die Chance, den vor Jahren eingestellten Heiligenhauser Umweltpreis unter neuer Flagge an den Start zu bringen. Und Kerkmann stellt fest: „Das Thema Klimaschutz zieht sich in der Stadt derzeit durch alle Bereiche.“ Er denkt dabei an Diskussionen in Ratsgremien, aber auch an die geplante „Fokusberatung durch einen externen Dienstleister“. Und nicht zuletzt unternähmen die Stadtwerke viel, um die städtische CO2-Bilanz zu verbessern. Dass Klimaschutz besonders an Heiligenhauser Schulen Thema ist, wird heute auch die Umweltmesse im Umweltbildungszentrum zeigen. Das Zentrum kann, wie die Jury erklärte, fallweise für Preis-Projekte hinzugezogen werden, als Partner.

Interessenten haben bis 30. September Zeit, ihre Vorstellungen schriftlich einzureichen. Besondere Formulare oder Vorgaben dafür gibt es nicht. Der erste Preis ist mit 1500 Euro ausgestattet, der 2. mit 750 Euro, der Drittplatzierte erhält 500 Euro. Alle weiteren Projekte werden mit je einem Sachpreis belohnt.

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