Heiligenhaus: Polizei stellt neue Wachleiterin vor

Heiligenhaus : Polizei stellt neue Wachleiterin vor

Hauptkommissarin Patricia Aillaud (45) ist die erste Frau in dieser Funktion bei der Kreispolizei Mettmann.

„Die Personallage bei der Kreispolizei ist, milde ausgedrückt, angespannt.“ So formulierte es Landrat Thomas Hendele. Gute Nachrichten in Sachen Personalentwicklung verhindert das nicht. So ist eine wichtige Entscheidung für Heiligenhaus gefallen. Patricia Aillaud übernimmt die Wachleitung von Heinrich Röhr. Die 45-jährige Hauptkommissarin ist damit die erste Frau in dieser Funktion bei der Kreispolizei.

„Leistung und Laufbahn waren entscheidend für diese Personalie“, betonte Polizeidirektor Manfred Frorath. Aillaud gehört der Kreispolizei seit 22 Jahren an. Sie kennt, wie sie sagte, „bisher eher den Südkreis“. Streifendienst in Erkrath, Wachdienstführerin in Langenfeld, diverse Stationen als (stellvertretende) Dienstgruppenleiterin – das waren einige ihrer Karriereschritte. „Ich war oft die erste Frau in der jeweiligen Funktion. Unter Druck setzt mich das überhaupt nicht, ich sehe das eher als persönliche Anekdote“, so ihr trockener Kommentar zur besonderen Situation. Zu Hause ist Aillaud in Leverkusen. Von der kommenden Woche an wird sie beruflich gezielt auf persönliche Kontakte setzen. eine gute Möglichkeit hierzu bietet die Aktionswoche der Polizei gegen Trickbetrüger, die vom nächsten Montag an mit einer geballten Ladung Information für Heiligenhaus aufwarten wird (unsere Redaktion berichtete). Die Terminierung ist nach Aillauds Worten allerdings „zufällig“. Auch das Stadtfest wird sie in diesem Jahr noch nicht kennenlernen können – ein lange geplanter Kurzurlaub steht dem entgegen.

Die neue Aufgabe steht unter besonderen Vorzeichen. So wird die Polizeiarbeit – voraussichtlich bis in die erste Hälfte des kommenden Jahres – räumlich umorganisiert. So lange, bis die Wache am Höseler Platz saniert und damit wieder funktionstüchtig ist. Bürgermeister Beck erläutere die Pläne: Ein Ansprechpartner der Polizei wird im Bürgerbüro sein, weitere Mitarbeiter der Dienststelle werden in den ehemaligen Räumen der Sozialverwaltung im Rathaus unterkommen. Das heißt: Das Verkehrskommissariat bleibt vor Ort. Allerdings wird die neue Wachleiterin ihr Büro vorläufig in Velbert beziehen müssen.

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt soll formal auf eine neue Grundlage gestellt werden: „Wir planen, die Ordnungspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei schriftlich zu fassen.“ Beck und Hendele betonten den formalen Charakter dieser Idee. „Schon jetzt passiert viel, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Heiligenhauser zu stärken. So seien die Bezirksbeamten gut in der Sadt unterwegs, sie gehören sozusagen zum Stadtbild.“ Bei der Ordnungspartnerschft neuer Prägung gehe es dann eher darum, Stundenkontingente und Zwecke der Zusammenarbeit schriftlich festzuhalten.

Hendele: „Gelebt wird diese Partnerschaft schon lange.“

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