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Heiligenhaus: Platz vor St. Suitbertus wird saniert

Heiligenhaus: Bau-Wünsche werden wahr : Vor St. Suitbertus hat Beton ausgedient

Die Neugestaltung des Kirchvorplatzes an der Hauptstraße stand schon lange auf der Wunschliste der Heiligenhauser Kirchengemeinde und des Förderkreises „Unser Dom“. Die Arbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen.

Die über 45 Jahre alten Waschbetonplatten auf dem Vorplatz der St. Suitbertus-Kirche sind zum Teil schon so lose, dass die katholische Gemeinde bei Gottesdiensten zu besonderer Vorsicht mahnt, da Stolperfallen drohen. Warnungen, die aber bald nicht mehr notwendig sein sollen, denn der Baubeginn für die Neugestaltung ist in Sichtweite: Anfang März 2019 soll es losgehen, sofern die Witterung es zulässt.

Nach über vier Jahren der Planung liegt der Gemeinde nun die Kirchliche Baugenehmigung aus Köln vor. Die 800 Quadratmeter große Fläche wird dann komplett saniert. Herauskommen soll: „Ein Schmuckstück, das das Stadtbild vervollständigt“, wie die Planer ankündigen. Bänke werden dann unter einem grünen Blätterdach von acht bis zu drei Meter hochen, zum Teil angestrahlten Platanen stehen und das auf mittelgrauen Bodenplatten, die von gelben Basalt und Granit gesäumt werden. Ein Platz der Begegnung. Die Bauzeit soll nach aktueller Planung etwa drei bis vier Monate betragen.

In dieser Zeit müsse die Gemeinde dann leider einige Beeinträchtigungen hinnehmen: Da der Haupteingang zur Kirche während der Bauzeit verschlossen bleiben muss, wird der Zugang nur über den Weg zum Pfarrhaus und dann zum rechten Seiteneingang über die Rampe und Stufen möglich sein.

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Der fußläufige Zugang zur Pfarrkirche, dem Pfarrhaus und dem Pfarrzentrum soll aber jederzeit möglich sein. Für Autos allerdings muss der Platz während der Bauzeit gesperrt bleiben. Es bestehe jedoch die Möglichkeit das Auto am Wochenende auf dem Schulhof der ehemaligen Suitbertusschule oder auf dem Parkplatz Linderfeldstraße abzustellen.

Hier wird jedoch darum gebeten, den Gummibodenbelag im Spielplatzbereich nicht als Parkfläche zu nutzen.

Nach Fertigstellung wird es wieder links und rechts der Kirche Parkplätze geben. Auch die Anlieferung von Waren ans Pfarrzentrum wird dann wieder möglich sein.

Die ersten Überlegungen für eine neuen Kirchenvorplatz gab es seit 2015, woraufhin ein Arbeitskreis, bestehend aus dem damaligen Pfarrer Alfons Demand, Akteuren aus dem Kirchenvorstand und dem Pfarrgemeinderat, sowie zweier Gemeindemitglieder gegründet wurde. 2016 wurden dann schon zwei rund 100 Jahre alte Buchen gefällt – aus Sicherheitsgründen, denn ihnen seien schon Äste aus den Kronen gefallen und das Wurzelwerk habe die Straße hochgedrückt.

In diversen, nicht immer leichten Gesprächen mit den Architekten, der Stadtplanung und Anträgen beim Denkmalamt, der Rendantur in Mettmann und der Bauabteilung des Erzbistums nahm das Projekt Gestalt an.

Das Erzbistum beteiligt sich mit dem Löwenanteil Summe an dem Projekt, das bereits im Herbst 2017 vorgestellt wurde.

Ein Betrag von rund 176.000 Euro muss von der Heiligenhauser Kirchengemeinde getragen werden, welche zu Sonderkollekten aufrufen wird.