Heiligenhaus: Pläne für die Küpper-Brache

Heiligenhaus : Fragen zur Zukunft des Küpper-Areals

Die Bündnisgrünen bringen den Ankauf des Firmengrundstücks durch die SBEG ins Gespräch.

(RP/köh) Die Firma Küpper an der Grubenstraße ist insolvent. Jetzt geht es um die Frage, welches Zukunftspotential das Areal dort haben könnte. Mit einem Aufgabenkatalog hierzu und Fragen nach einem potentiellen Erwerb der Fläche soll sich die Verwaltung auf Antrag der Bündnisgrünen beschäftigen.

Die Fragen gehen schon ausdrücklich in Details: Kann auf dem Firmengelände ein Gewerbepark für Kleingewerbe aus Industrie, Handwerk und Handel entstehen? Kann die Stadt- und Entwicklungs-gesellschaft (SBEG) das Gelände kaufen? Taugen die auf dem Firmengelände stehenden Gebäude und Werkhallen für eine Nutzung von Kleingewerbe aus Industrie, Handwerk und Handel? In welchem Umfang könnten sie saniert werden? Und: Wieviel Fläche stünde zur Verfügung?

Zur Begründung schreibt Lothar Nuthmann für seine Fraktion, schon bewertend: „Die Vermarktung der Gewerbeflächen des Innovationsparks gestaltet sich schwieriger, als von der Verwaltung angenommen. Kleingewerbe aus Industrie, Handwerk und Handel sind nicht im Fokus der Vermarktungsstrategie für den Innovationspark und finden zudem in Heiligenhaus kaum bis keine geeigneten und bezahlbaren Gewerbeimmobilien.“

Im Stadtgebiet befinden sich nach Nuthmanns Worten viele Kleingewerbebetriebe in innerstädtischer Mischbebauung. Da von der Verwaltung angestrebt werde, diese Gemengelage und daraus resultierende Konflikte zu entzerren und zu entschärfen, sei es nötig den betroffenen Kleinunternehmen günstige und attraktive Ausweichflächen zu bieten. Nuthmann weter: „Als Beispiel können hier Gewerbebetriebe im Bereich des Bebauungsplans Nr. 28 genannt werden. Dadurch könnte einer Abwanderung weiterer Gewerbetreibender entgegengewirkt werden und einer Entwicklung der Flächen des Bebauungsplans 28 hin zu einer reinen Wohnbebauung begünstigt werden. Langfristig können Kleingewerbe eine sichere Basis für den städtischen Haushalt darstellen, da eine Vielzahl an Unternehmen einen verlässlichen Beitrag zum Gewerbesteueraufkommen beitragen.“

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