Heiligenhaus: Offenes Singen im Hefelmannpark

Heiligenhaus : Premiere für offenes Singen im Grünen

Der Hefelmannpark am Campus wird am 1. Mai zum Freiluft-Kulturzentrum. Das Stadtmarketing kümmert sich darum.

Die einfallsreiche Eröffnen von citynahen Parks gerät für Stadtmarketing-Sprecherin Ruth Ortlinghaus nicht zur Routine. Obwohl eine Idee für den 1. Mai schon eine veritable Veranstaltungsreihe zu diesem Thema abschließt. „Heiligenhaus wie es singt und swingt“ , so heißt ein großes offenes Singen, zu dem sie für den frühen Abend (18 Uhr) am Maifeiertag 500 bis 600 Mitsingende im Hefelmannpark, direkt angrenzend an den Campus, erwartet. Damit wäre dann nach dem Steinbeck- und dem Thormählenpark die letzte der drei neuen innerstädtischen Grünflächen mit einem Fest in Stadtmarketing-Obhut offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Um Musiktechnik, Instrumentalbegleitung und zweistündiges Programm kümmern sich mit Lutz Strenger (E-Piano) und Lothar Meunier (Akkordeon) zwei rampenerfahrene Musiker. Zuletzt hatten sie in der Kant-Aula mit ihrer „Stimmabgabe“ für volles Haus und viel Begeisterung gesorgt. Singen ist in. Am 1. Mai folgt nun die Freiluft-Premiere, wobei das Programm von Volksmusik bis Hitparade reichen wird, wie Ortlinghaus und Co-Organisator André Saar ankündigen.

„Mit dem offenen Singen möchten wir einen vielfach geäußerten Wunsch erfüllen. Mich haben in dieser Sache in der Vergangenheit schon viele Mails erreicht“, sagt Ortlinghaus. Der Termin ist ihr schon deswegen ein Herzensanliegen, weil es in der Stadt ansonsten keinen großen „Tanz in den Mai“ mehr gibt.

Spaß am Singen – das ist eigentlich alles, was die Gäste am Maifeiertag in das kleine Amphitheater des Parks mitbringen sollten. Und vielleicht ein wenig Kleingeld für Getränke und Gegrilltes. Für beides ist am nahen Grillplatz gesorgt.

Zu erleben ist neben Gesang die einmalige Kulisse mitten in der Stadt mit ihrer Mixtur aus Moderne (Campus), Fachwerkhaus-Gemütlichkeit und Stadtgeschichte. Immerhin erinnert der denkmalgeschützte Trinkwasserbrunnen des längst verschwundenen Hauses Hefelmann an eine alteingesessene Familie. In Erinnerung ist Kennern der Stadtgeschichte der Bäckermeister Hefelmann (1861 bis 1944), der im gesellschaftlichen Leben der Stadt seinerzeit eine herausragende Rolle spielte. Ein Zwillingsbau dieses Hauses am heutigen Parkrand ist erhalten und bewohnt.

Offiziell ist der Park seit 2015 seiner Bestimmung übergeben. Dass er erst jetzt für eine größere Kulturveranstaltung genutzt wird, hat nach Worten der Stadtmarketingsprecherin mit den Besonderheiten seiner Entstehung zu tun: „Hier ist während der Campus- und ParkBauzeit sehr viel Boden in Hanglage angeschüttet worden, der sich erst setzen musste.“

Das offene Singen soll übrigens keine Eintagsfliege bleiben. Bereits für die Adventszeit ist ein weiterer Termin angepeilt. Das Mai-Programm geht am ersten Wochenende kommenden Monats dann auf alternative weise musikalisch weiter. Samstags ist auf neun Kneipenbühnen wieder „HeiligenRock“ angesagt. Eher zum Reinhören als zum Mitsingen dann.

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