Heiligenhaus: Knatsch um Lärmschutz nahe der A 44

Lärmschutz am südlichen Stadtrand bleibt Dauerthema. : Tauziehen um mehr Ruhe bei Tag und Nacht

Für mehr Lärmschutz an der Ratinger Straße liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Ein Wall südlich des Wohngebiets „Am Werkerhäuschen“ könnte das Problem lösen. Derweil soll es in Hofermühle die Tempo-30-Zone nebst Blitzer den Verkehr entschärfen.

Der Auftrag kam am 11. Juli aus dem Rat, vorerst erledigt ist er seit dem 2. August – aber das Ende bleibt offen. Im Auftrag des Rats führte die Verwaltung ein Gespräch mit Anliegern der Ratinger Straße. Aus diesen Kreisen kam der dringende Wunsch nach verbessertem Lärmschutz.

Aus der bisherigen Diskussion kam nach Verwaltungsangaben der Vorschlag, auf der Fläche südlich des Wohngebietes „Am Werkerhäuschen“, parallel zur Ratinger Straße, einen Lärmschutzwall zu errichten. Aus diesem Grunde wurde mit den Grundstückseigentümern Kontakt aufgenommen hinsichtlich der Umsetzung dieses Ziels. „Eine Reaktion zu dem Anschreiben liegt bisher noch nicht vor“, heißt es in einer Mitteilung an die Stadtentwickler.

Aber mit Abwarten will man es nicht getan sein lassen. Mit dem Landesbetrieb Straßen NRW soll Kontakt aufgenommen werden, wenn Klarheit über die Realisierbarkeit des Wa[ls besteht um dann möglichst auch andere Lärmschutzmaßnahmen, wie eine Lärmschutzwand im Straßenbereich, zu prüfen. Die Situation, wie sie Anlieger beim Ortstermin schilderten: Morgens, ab 5.30 Uhr, werden sie aus der Nachtruhe hochgeschreckt: Anfahrende Autos und Lkw, Hupen – alles dabei. Außerdem werde mehr gefahren und zu schnell. Eine Folge des Straßenausbaus, wie die Anlieger beim Ortstermin vermerkten.

Klar ist: Wer die Ratinger Straße noch als beschauliche Kreisstraße bergauf Richtung Heiligenhaus in Erinnerung hat, der hat ein historisches Bild vor Augen. So wird es nicht wieder werden. Die Anschlussstelle der Autobahn 44 hat das Landschaftsbild für immer verändert. Und Folgen für den Autoverkehr bleiben nicht aus. Davon wissen Anlieger in Hofermühle seit geraumer Zeit zu berichten. Auch hier musste in der Ortsdurchfahrt gegengesteuert werden, um Verkehrsfolgen erträglicher zu gestalten. Tempo 30 gilt in den engen Kurven. Und überwacht wird das Ganze per Blitzer. Die Anlieger der Ratinger Straße brauchen weiter Unterstützung. Hilfen kann es geben. aber den Verkehr zaubert niemand mehr weg entlang der ehemals beschaulichen Straße.

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