1. NRW
  2. Städte
  3. Ratingen

Heiligenhaus. Hetterscheidt und die i-Dötze

Heiligenhaus : „Die Schule ist wie eine große Tüte“

Der erste Schultag der 56 Hetterscheidter i-Dötze an der Gerhard-Tersteegen-Schule war beinahe ein Stadtteilfest.

Wimpel schmücken den Schulhof an der Velberter Straße, Schüler und Gäste strömen an einem gigantischen Kuchenbuffet vorbei, formieren sich auf Sitzbänken oder im Halbkreis stehend Richtung Bühne. Daüber prangt unüberlesbar bunt das Schulmotto. In Kurzform lautet es schlicht: „fair“. So empfing die Gerhard-Tersteegen-Schule am Donnerstag ihre 56 Erstklässler.

Gut beraten war, wer gar nicht erst versuchte, in Schulnähe an der Velberter Straße einen Parkplatz u finden. Die Eltern, Großeltern mit ihren Kindern wussten das und kamen in größter Mehrzahl zu Fuß.

Das Motto der Schule hat auch eine etwas ausführlichere Fassung. „Fair“ – das steht abgekürzt für die Worte „friedlich, achtsam, interessiert, respektvoll“. Man stellt zusammen etwas auf die Beine in Hetterscheidt. Das erklärte Schulleiterin Katrin Jensen kurz mit Blick auf die Schulhof-Dekoration. Der Wimpelschmuck war eine Arbeit der Kinder aus dem nahen Kindergarten. Und damit auch eine Art Gruß an die i-Dötze.

Schulchor und Zweitklässler begrüßten ihre neuen Mitschüler musikalisch motivierend. „Schule ist wie ‚ne große Tüte da ist viel für mich drin“, so ein Refrain. Das dürfen die Neuen und ihre Klassenlehrer Christina Schöper und Michael Peitz durchaus wörtlich nehmen. Ganz nebenbei verriet die Schulleiterin, was denn unter anderem für die älteren Grundschüler in diesem Schuljahr auf dem Programm steht. Da wäre das Programm „Klicksi“ das Viertklässler in die Welt der neuen Medien einführen soll. Und das nicht nur irgendwie theoretisch. Zwei Smartphones sind schon bereit, eines bezahlt von der Stadt ein weiteres steuerte die Thormählen-stftung bei.

  • Idee umgesetzt – darüber freuen sich
    Heiligenhaus : Schnellbus 19 hält ab heute vor der Tersteegen-Schule
  • Torsten Maes, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde,
    Gastbeitrag Torsten Maes : Ein radikaler Moerser – der fromme Gerhard Tersteegen
  • Anmeldeermine für die I-Dötze 2019 : Die Neuen lernen bald ihre Schule kennen

Dieses Thema ist für die i-Dötze noch Zukunftsmusik. Nicht aber der enge Kontakt zu den älteren Mitschülern. Dafür sorgt nach Jensens Worten ein Patensystem. Da geht es um ganz praktische Alltagsfragen. Wo ist das Sekretariat? Wo die toiletten? Und, bei Bedarf: Wo gibt es ein Heftpflaster?

Ehrengast des ersten Schultags in Hetterscheidt war Bürgermeister Michael Beck. Er hatte praktische Mitbringsel im Gepäck. Die Stadt spendiert jedem i-Dotz einen Turnbeutel in Signalfarbe, gefüllt mit allerlei Nützlichen und auch der ein oder anderen Süßigkeit, wie Beck verriet. Außerdem gibt es Reflektoren zum Anschnallen. Das Signal: „Gebt gut auf euch acht im Straßenverkehr.“

Speziell hierzu hatte Beck schon vorab via Internet dringende Appelle an alle Heiligenhauser Verkehrsteilnehmer gerichtet. Darin heißt es: „Ein sicherer Schulweg ist eine permanente Herausforderung für alle Bürger. Jeder muss sich als Vorbild im Straßenverkehr verhalten und den Kindern helfen, ihren Schulweg ohne Gefahren kennen zu lernen.“ Und auch die Eltern selbst sieht er gefordert: „Die Eltern der Schulneulinge möchte ich bitten, ihre Kinder in der ersten Zeit zu begleiten, sie mit den Gefahrenstellen unter realen Bedingungen vertraut zu machen und ihnen somit Unterstützung, Aufmerksamkeit und Zuwendung für die Bewältigung des Schulalltags entgegenzubringen.“