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Heiligenhaus: Gewinner des Stadtradelns stehen fest

Stadtradeln in Heiligenhaus : Radler umrunden zwei Mal den Äquator

Insgesamt 90.280 Kilometer legten 354 Teilnehmer in 29 Teams zurück. Gestern wurden in kleiner Runde die Preise des Stadtradelns vergeben.

Es sei schon alles in trockenen Tüchern gewesen: Zum Auftakt des kreisweiten Stadtradelns im Frühling sollte es eine Sternfahrt von Radfahrern aus dem ganzen Kreis mit dem Ziel Heiligenhauser Frühlingsfest geben. „Mit Verpflegungsmeile und Mobilitätsschau, alles war so schön geplant. Und dann kam Corona“, Stadtmarketing-Koordinator André Saar erinnert sich an den ins Wasser gefallenen Start mit Bedauern.

Auf die Sternfahrt wurde erst einmal verzichtet, am Stadtradeln selbst hielt man im Kreis fest. Die Aktion wurde kurzerhand in den September verlegt – und belohnt: „Wir hatten ein Traumwetter. Der Regen kam erst, als die Aktion beendet war“, freut sich Michael Krahl, der im Rathaus das Stadtradeln organisiert. An der Sternfahrt will er festhalten. Wenn die Pandemie besiegt ist, dann soll Heiligenhaus zum Auftakt doch Ziel für die Radelnden im Kreis werden. „Bis dahin sind in der Innenstadt auch zwei weitere attraktive Zugänge zum Panoramaradweg fertig“, sagt der Chef des Tiefbauamts.

Gestern trafen sich die Organisatoren und Sponsoren in kleiner Runde zur Auslosung der Preise, die die Aktion in diesem Jahr noch einmal besonders verlockend gemacht haben. Vom 6. bis 26. September stiegen in Heiligenhaus 354 Menschen auf das Rad und zählten ihre Kilometer. Alle Kilometer zusammen gezählt, ergaben eine „Rekordsumme“, wie Krahl sie nennt: Insgesamt 90.280 Kilometer, was der 2,26-fachen Länge des Äquators entspricht. Und das bei 354 Radelnden, zehn davon Ratsmitglieder. Sie alle vermieden damit 13 Tonnen CO2 (bei einer Rechnung von 142 Gramm CO2 pro Personenkilometer).

Im Städteranking der absoluten Zahl des Kreises liegt Heiligenhaus damit auf Platz 7 (Hilden liegt mit 115.033 Kilometern auf Platz 1). Krahl jedoch verweist noch lieber auf eine andere Rechnung: „Bei den Kilometern pro Einwohnern liegen wir mit 3,3 Kilometern pro Einwohnern sogar auf Platz 1.“ Mit 15.127 Kilometern führt das Team „Woelm GmbH Heiligenhaus“ das stadtinterne Ranking an, mit 8731 Kilometern folgt ihnen das Team „KGS St. Suitbertus – Radeln mit Herz!“, und mit 8477 Kilometern folgt knapp dahinter die Mannschaft von „WSS“.

Als besonderen Anreiz haben sich  wieder Sponsoren gefunden, die spannende Preise in die Tombola warfen. Die Gewinner für insgesamt 29 Preise zog gestern Glücksfee Christa Rosche von der Stadt- und Bodenentwicklungsgesellschaft Heiligenhaus. (Siehe Infobox) Die SBEG war dabei ebenso Sponsor, wie die Stadt selbst und der Stadtmarketing-Arbeitskreis „Handel“. Und so gab es neben Luftpumpen und Warengutscheinen bei hiesigen Händlern auch Verzehrgutscheine für die Heiligenhauser Gastronomen des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Gastronomie“ zu gewinnen.

Der Radverkehr bleibt wichtiges Mobilitätsthema. Derzeit seien gleich mehrere Konzepte in der Entwicklung, wie Krahl berichtet. Zum Beispiel das Radverkehrskonzept des Kreises Mettmann, das mit Knotenpunkten arbeiten soll oder auch das Integrierte Regionale Mobilitätskonzept (IRM) zwischen Rhein und Wupper. Außerdem sei der Radverkehr in Heiligenhaus noch einmal im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes mit Schwerpunkt Nahmobilität und auch in der Fokusberatung zum Klimaschutz wichtiges Thema.