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Heiligenhaus: Firmennetzwerke bringen Digitalisierung schnell voran

Wirtschaft : Firmennetzwerke bringen Digitalisierung schnell voran

(sade) Während die Bagger schon seit einer ganzen Weile auf dem Gelände des zukünftigen Innovationsparks, westlich der Ratinger Straße rollen und erste Baumaßnahmen sichtbar werden, läuft im Rathaus die Projekt-Entwicklung im Hintergrund immer stärker an.

Dort stellt sich die Frage, wie man den verheißungsvollen Vermarktungsnamen „Innovationspark“ mit Leben füllen und die Chancen des Augenblicks einer „Digitalisierung als Megatrend“ nutzen kann.

Die erste Ankündigung dazu hatte Bürgermeister Michael Beck bereits bei seiner Rede zum Neujahrsempfang im Gepäck: Im neuen Gewerbegebiet soll eine Mobilfunkstation errichtet werden, die 5G-fähig sein wird. Die Technik in der fünften Generation soll im Vergleich zu ihrem Vorgänger 4G beispielsweise Datenraten bis zu 10 Gbit/s, höhere Frequenzbereiche nutzen sowie geringere Latenzzeiten mit sich bringen. Die digitale Infrastruktur in der Stadt soll auch in der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Unternehmen stärker gewichtet werden. So sieht man im Rathaus die Verwaltungsdigitalisierung als wichtigen Standortfaktor in der Außenwirkung (Unsere Zeitung berichtete). In den Unterlagen, die dem Haupt- und Finanzausschuss vorliegen, nennt die Verwaltung dabei Stichworte wie Industrie 4.0, einen individualisierten Massenmarkt und zunehmende Vernetzung von von Wertschöpfungsketten zu Wertschöpfungsnetzen, die weiter dynamisiert würden. Genannt wird eine ganze Palette an konkreten Möglichkeiten, die die Wirtschaftsförderung dafür im Blick haben müsse: „Von der Bereitstellung der Infrastruktur (Breitbandausbau), über die Digitalisierung interner Prozesse (CRM, Dokumentenmanagement) und Serviceleistungen nach außen (Gewerbeflächeninformationssysteme, Social Media) bis hin zur Förderung der digitalen Wirtschaft und der Unterstützung insbesondere kleinerer, mittelständischer Unternehmen.“

Eine Mammutaufgabe für die Heiligenhauser Wirtschaftsförderung, die zusätzlich zur Bestandspflege (bei der eine von zwei Vollzeitstellen derzeit vakant ist und speziell mit Schwerpunktsetzung Digitalisierung besetzt werden soll), eine weitere Stelle eigens für die Entwicklung des Innovationspark geschaffen hat.

Firmennetzwerke, allen voran die Schlüsselregion, leisten dabei bisher zusätzlich einen wesentlichen Beitrag der unternehmerischen Bestandspflege in und um Heiligenhaus.