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Heiligenhaus Denkmaltag in der Suitbertuskirche

Am Tag des offenen Denkmals wird die Suitbertuskirche geöffnet. : Entdeckungstour in der Pfarrkirche

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, stehen St. Suitbertus und Oldtimer im Mittelpunkt.

Eigentlich habe er gar nicht lange überlegen müssen, welches Gebäude er zum Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr in den Fokus stellen möchte, sagt Jörg Schuster vom Denkmalschutzamt. „Das Motto ist ‚Entdecken, was uns verbindet‘, da war für mich klar, dass es etwas Kirchliches sein müsste. Die Pfarrkirche St. Suitbertus bot sich da einfach an, da sie in diesem Jahr auch 120-jähriges Bestehen feiert.“ Am Sonntag, 9. September, beginnt der Tag des offenen Denkmals nun also mit der Messe um zehn Uhr.

Bei der katholischen Gemeinde kam die Idee auch gut an, so dass der Tag des offenen Denkmals mit dem Pfarrfest verbunden wird und obendrauf steht die für den Durchgangsverkehr gesperrte Hauptstraße an dem Tag auch noch im Zeichen vieler anderer kleiner Denkmäler, den Oldtimern beim Oldtimertreffen. Das Programm rund um der Kirche beginnt dann nach der Messe, etwa gegen 11 Uhr, mit der Eröffnung des Pfarrfestes. Hier gibt es natürlich wieder Leckeres, aber auch viel Programm für Kinder. „Das Kistenklettern ist bei den Kindern erfahrungsgemäß sehr beliebt“, sagt Dieter Jasper aus dem Vorstand des Pfarrgemeinderats. Und André Saar fügt an, dass er auch die liebevoll gestaltete Geisterbahn wärmstens empfehlen kann.

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Zu entdecken gibt es aber nicht nur für Kinder und junge Leute viel, denn gleichzeitig wird auch die Ausstellung „Kleiner Domschatz“ eröffnet, in der etwa die Priesterkleidung in den verschiedenen Farben des Jahreskreises oder auch die Paramenten gezeigt werden. „Es ist bestimmt auch einmal interessant eine Monstranz aus der Nähe zu sehen“, sagt Rolf Hitzbleck aus dem Kirchenvorstand. Hinter Glas wird so zum Beispiel ein Kelch aus dem 17. Jahrhundert zu sehen sein, welcher der Kirche einmal vererbt worden ist. Außerdem wird es Fotos, Grafiken und Zeichnungen aus der Bauphase, die sonst im Archiv liegen, zu sehen sein. „Zum Beispiel eine Zeichnung aus dem Jahr 1898“, fügt Hitzbleck an.

Jeweils um 12 und um 13 Uhr, Treffpunkt rechter Seiteneingang der Kirche, besteht die Möglichkeit mit ihm unters Dach des Baudenkmals ins Deckengewölbe zu klettern. Es sei zwar nicht ganz so leicht dort hinaufzusteigen, aber es gebe oben einen schmalen Steg, der komplett über das Kirchenschiff führe, „die ganz Mutigen dürfen dann gerne einmal drüber laufen.“ Genau das sei es, was den Tag des Denkmals ausmache, findet Schuster, einmal hinter die Kulissen an Orte zu blicken, die man so sonst nicht sehen kann.

Um 14 und 16 Uhr präsentiert dann Kantor Christoph Zirener sein Arbeitsgerät: die Orgel. „Es gibt dann bestimmt auch mal die Gelegenheit, selbst zu spielen, wenn man es kann“, kündigt Hitzbleck an. Um 15 Uhr wird dann Kunstkennerin Ruth Ortlinghaus zu einer Kirchenführung „Sakrale Kunst der Moderne“ einladen und über international renommierte Künstler sprechen, die sich im „Dom“, wie der Förderverein das Kirchengebäude dank Sondererlaubnis nennen darf, erzählen. „Wenn Kunstinteressierte nur wüssten, welche Könner hier tätig waren“, schwärmt sie. Zum Beispiel von Wilhelm Buschulte, dem Glaskünstler, der in Suitbertus die Kirchenfenster gestaltet hat, und der zum Beispiel auch in der Frankfurt Paulskirche oder dem Aachener Dom tätig war. Auch der Kölner Künstler Dieter Hartmann setzte in der Kirche gestalterische Akzente.