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Heiligenhaus: Das sind die besten Vorleser des Kreises

Entscheidung : Das sind die besten Vorleser des Kreises

Im Wettbewerb trafen die besten Vorleser aus den Kreisstädten in Heiligenhaus. Die Ratingerin Irene Matthes landete am Ende auf Platz eins.

Es ist eine wahre Kunst: So vorzulesen, dass aus blanken Wörtern auf einer Buchseite ganze Welten und deren Bewohner lebendig werden – in den Köpfen derer, die zuhören. Und das auf eine solche Art und Weise, dass man unbedingt wissen will, wie es weiter geht.

Diejenigen, die das besonders gut können, werden seit 1959 im Rahmen des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in den sechsten Klassen der Bundesrepublik gesucht. Eine Suche, die in den Schulklassen beginnt und dann über die Schul- und Stadtrunden, den Kreisentscheid, bis zum Bezirks- und Landesentscheid reicht, um beim abschließenden Finale den besten Vorleser oder die beste Vorleserin Deutschlands zu finden. Den öffentlichen Entscheid für den Kreis Mettmann richtete am Donnerstag erstmals die Stadtbücherei Heiligenhaus aus. Für Organisatorin Christiane Elwers war es dabei eine besondere Freude, zehn echte Könner begrüßen zu dürfen, die ja sowieso schon Gewinner seien und ein hohes Niveau mitbrachten, wie sie fand. Jeder von ihnen las dabei aus einem selbst gewählten Buch. Und die Auswahl war so unterschiedlich wie wie die Teilnehmer selbst. So wurde es lustig, traurig, gruselig und spannend.

Mit „Die Chaosschwestern legen los“ begann Lara Lensing aus Wülfrath. Für Monheim ging Amelie Handreck und das Buch „Ella und das Festkonzert“ ins Rennen. „Winterhaus“ war die Auswahl der Erkratherin Pauline Thewes und Mia Sophie Neeb las aus „Clan der Wölfe – Feuerwächter“. Irene Matthes aus Ratingen hatte „Das Blaubeerhaus“ dabei. Der Mettmanner Johannes Knoblich hatte „Die drei ??? - Fußball-Teufel“ ausgewählt. Die Langenfelderin Larimar Heß hatte das Buch „Mitten im Dschungel“ im Gepäck. Nike Sarnoch aus Heiligenhaus las einen Abschnitt des Buches „Land of Stories“. Aus „Vollendet – Der Aufstand“ las Carlotta Martini aus Velbert und die Hildenerin Elisa Bettgen las aus „Pendewicks“. Zusätzlich muss jeder Teilnehmer aber auch noch einen fremden Text vorlesen. Elwers hatte dafür den Roman Leon Reed – Zack ins Abenteuer“ von Sabine Kruber ausgewählt. Warum? „Weil der Protagonist sich auch auf einen Vorlesewettbewerb vorbereitet, das passt doch.“ Für die dreiköpfige Jury, bestehend aus Jennifer Koppitsch von der Velberter Stadtbücherei, ihre Kollegin aus der Ratinger Stadtbücherei, Sabine Koechlin, sowie Martina Müller vom Freundeskreis der Heiligenhauser Stadtbücherei, dürfte das alles andere als eine leichte Entscheidung gewesen sein. Ihre Entscheidungskriterien bemessen sich an Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Eine Urkunde, sowie eine Bücherüberraschung warteten auf jeden der Teilnehmer.

Schlussendlich konnte sich aber die Ratingerin Irene Matthes vom Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium durchsetzen, um den Kreis Mettmann beim Bezirksentscheid am 14. April auf der Düsseldorfer Königsallee zu repräsentieren. Mit strahlendem Lachen freute sie sich über den Gewinn. „Das fühlt sich gut an, richtig gut“, sagte die Sechstklässlerin. Was sie in der nächsten Runde vorlesen will, da müsse sie jetzt erst einmal drüber nachdenken. Ihr Tipp an diejenigen, die selbst einmal teilnehmen möchten: „Man sollte Spaß am Lesen haben und sich ein Buch aussuchen, das man gerne mag.“