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Heiligenhaus: Corona und die Schulen

Pandemie : Corona: So geht es weiter in den Schulen

Auf den Tag eins des virus-bedingten Ausnahmezustands am Montag mussten sich die weiterführenden Schulen schnell einstellen.

In den Schulen gibt es bis nach den Osterferien keinen Unterricht mehr. Die Stadtverwaltung als Schulträger teilt dazu mit: „Damit die Eltern Gelegenheit haben, sich auf diese Situation einzustellen, können sie bis einschließlich Dienstag, 17. März, aus eigener Entscheidung ihre Kinder zur Schule schicken. Ab Mittwoch gibt es lediglich eine Notbetreuung für Kinder in den Klassen 1 bis 6, deren Eltern Schlüsselpersonen sind. Der entsprechende Nachweis ist der jeweiligen Schulleitung vorzulegen.“

Die Gesamtschule stellt ihren Schülern bis Mittwoch, dann fortlaufend, Aufgaben zum Lernen daheim digital bereit. Foto: Blazy, Achim (abz)

Trotzdem wäre es verkehrt zu denken, Schule fände als Ganzes nicht mehr statt. So nutzt die Realschule die erzwungene Auszeit am Nordring auch zum Erproben neuer, digitaler Unterrichtsformen. Aber das war für Schulleiterin Sonia Cohen nur ein Aspekt zu Wochenbeginn, nachdem am Wochenende „die Telefone heißgelaufen waren“. Für das 40-köpfige Lehrerkollegium begann der Montag geradezu klassisch: mit einer Dienstbesprechung in großer Runde. Die Entwicklung war anders als vermutet, wie Cohen auf Anfrage sagte: „Wir hatten mit 40 bis 50 Kindern gerechnet, die noch zur Schule kommen würden, aber es kam keins.“ Für den Dienstag habe eine Familie Betreuungsbedarf angemeldet.

Die Realschule am Nordring setzt auf verstärkten Einsatz des „Digitalen Klassenbuchs“ – sozusagen zum Unterricht auf Entfernung. Foto: Blazy, Achim (abz)

Der Blick in der Realschule richtet sich aber angesichts der drei Wochen bis zum Beginn der Osterferien darauf, wie Unterricht ohne Klassenzimmer und Fachräume stattfinden kann. Das Zauberwort heißt hier „Digitales Klassenbuch“. Hier haben Schüler, Lehrer (und Eltern) Zugriff auf gestellte Aufgaben. Lehrer stellen sie bereit, das Material kann abgerufen, bearbeitet und zurückgeschickt werden. Zusätzlich hat die Schule an gleicher Stelle einen Messenger eingebaut. Schüler und Lehrer können sich auf diese Weise austauschen. „Dieser digitale Kontakt ist auch ein Blick in die Zukunft“, kommentiert die Schulleiterin. Es sei allerdings auch Aufgabe der Eltern, darauf zu achten, dass die angebotenen Arbeiten auch erledigt werden.

Auch Gesamtschule und Kant-Gymnasium nutzen ihre Homepages für ständig aktualisierte Informationen. Bis Mittwoch will die Gesamtschule ein komplettes und dann laufend aktualisiertes Aufgabenpaket zum Abrufen hinterlegen. Abrufbar sind auch Formulare für Eltern, die auch nach dem 18. März Notbetreuung ihrer Kinder in den Klassen eins bis sechs beantragen können, sofern sie in „systemrelevanten Berufen“ arbeiten. Am Kant-Gymnasium sind die beiden für den Dienstag und den Donnerstag geplanten Informationsveranstaltungen für Eltern zu den Themen „Differenzierung ab Jahrgang sieben“ und „Zweite Fremdsprache ab Klasse sechs“ abgesagt.