Heiligenhaus: Bürgersorgen um Lärmschutz an A 44

Bürgermonitor : Lärmschutz: Anwohner fühlen sich hingehalten

Lärmschutz an der Ratinger Straße – die Anwohnersorgen sind offenbar längst nicht vom Tisch. Planungen laufen spätestens seit Eröffnung der Autobahn-Anschlussstelle der A 44 zwischen Hofermühle und dem südlichen Stadtrand von Heiligenhaus.

Knackpunkt ist der entstehende Innovationspark. Seit Ende vergangenen Jahres gibt es allerdings einen Ratsbeschluss, der eine ganze Fülle von Einzelpositionen enthält, die Abhilfe schaffen sollen – und das möglichst schnell (unsere Redaktion berichtete).

Anwohner melden Zweifel an. So ist nach RP-Informationen bisher das Grundstück nicht gekauft, auf dem ein Lärmschutzwall entstehen soll. Auch Gespräche mit dem zuständigen Betrieb Straßen.NRW stünden noch aus. Beides ist korrekt, bestätigt Stadtplanerin Nina Bettzieche auf Anfrage. Das allerdings nicht grundlos. „Lärmschutz entlang einer Landstraße ist kein Thema, das die Stadt in Eigenregie und allein erledigen kann“, sagt sie. Sondern abhängig von einer ganzen Reihe von Einzelfaktoren und Gesprächspartnern. Dass der im Dezember verabschiedete Masterplan umgesetzt werde, sei allerdings eine Selbstverständlichkeit: „Nehmen Sie allein das zweite Lärmgutachten. Die Stadt hat es in Auftrag gegeben und dafür auch mehrere tausend Euro investiert. So viel Geld werfen wir sicher nicht zum Fenster raus. Das zeigt schon, wie ernst wir das Thema angehen und mit welcher hohen Priorität“, so Bettzieche. Stand der Dinge an dieser Stelle: „Wir brauchen Bearbeitungszeit. Was aber auf städtischen Grund und Boden veranlasst werden konnte, das wurde auch schon umgesetzt.“ Im Januar werde es ein weiteres Gespräch zwischen Verwaltung und Landesbetrieb Straßen.NRW geben. Zu klären seien unter anderem die Fragen: Was darf die Stadt – und für welche Maßnahmen braucht sie eine Erlaubnis der federführenden Landesstelle? Auch Gespräche mit Grundstückseigentümern stünden noch aus.

Für Bettzieche ist klar. „Sobald es abgestimmte Ergebnisse gibt, werden wir die Anwohner informieren.“ So sei man auch in der Vergangenheit schon vorgegangen.

Der Maßnahmenkatalog wurde, wie berichtet, im Dezember beschlossen. Er war eines der Ergebnisse, die eine große Infoveranstaltung mit Anwohnern der Ratinger Straße im November 2019 gebracht hatte. Die Diskussion wirft ein Schlaglicht auf einen Ausschnitt eines größeren neuralgischen Feldes. Betroffen von Verkehr ist die ganze Landstraße 156 auf Heiligenhauser Stadtgebiet. Auch die Anlieger der engen Ortsdurchfahrt durch Hofermühle, wenige hundert Meter südlich von der Autobahn-anschlussstelle gelegen, klagen über massive Zunahme vor allem des Schwerlastverkehrs.