Heiligenhaus: Bürgerinitiative gegen A 44 stellt Fragen

Heiligenhaus : Initiative: A 44 bringt enorme Probleme für Hofermühle

(RP/köh) Mit einer stattlichen Liste von Kritikpunkten und Fragen zum A 44-Projekt meldet sich die Bürgerinitiative gegen die Trasse zu Wort. erste Anlass: Ein „Hohlraum unter der Autobahn unbekannten Ausmaßes, der sich jedenfalls nicht durch einige Ladungen Beton verfüllen ließ“, was im Juni zu Sperrungen vom Autobahnkreuz Velbert-Nord an gesorgt hatte.

Nun werden nach Angaben der Initiative geologische Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob und wie die Stand­sicherheit der Straße wiederhergestellt werden kann.

Genau davor, dass die Autobahn 44 sich auf unsicherem Grund befindet, hat die Bürger­initiative nach eigenem Bekunden immer gewarnt und auch darauf hingewiesen, dass die problematischen Kalkzüge weit über Homberg hinaus nach Osten reichen.

Auch in weiteren Punkten sieht man sich bestätigt: Die Bürgerinitiative hat vor der isolierten Eröffnung des Ostabschnittes gewarnt. Darauf habe die Antwort gelautet, der Verkehr würde um nicht mehr als fünf Prozent zunehmen. „Aber jetzt ersticken Hofermühle und Homberg im Verkehr“, schreibt Jürgen Lindemann in seiner Bestandsaufnahme.

Und zum Dauerthema Lärmschutz heißt es: „Schon jetzt, ohne Durchgängigkeit der A 44, belastet der Verkehrslärm die Anwohner. Und der Lärm wird bei Durchgängigkeit der A 44 höher sein als im Planfeststellungsbeschluss für den Lärm­schutz zugrunde gelegt. Was die Bürgerinitiative von Anfang an im Verfahren vorausgesagt hat, dass erheblich mehr Verkehr als den Lärmschutzmaßnahmen zugrunde gelegt die A 44 benutzen wird, bestätigt der neue Bundesverkehrswegeplan. Wahrscheinlich in den meisten Fällen ohne verbesserten Lärmschutz.“

Denn der Straßenbau beruft sich nach Lindemanns Angaben auf die heute immer noch geltenden gesetzlichen Regeln für Lärmschutz von 1990, nach denen ein nachträglicher höherer Lärmschutz erst bei drei Dezibel mehr Lärm möglich ist. „Und das, obwohl der Planfeststellungsbeschluss festgelegt hat, dass die Lärmwerte für Anwohner nicht über die prognostizierten Werte hinaus steigen dürfen.“