Heiligenhaus: Bauprojekte 2019

Es geht um Wege in die Zukunft der Stadt Heiligenhaus : Bauprojekte: Heiße Eisen für 2019

Innovationspark, Oberilper Stadtteilzentrum, Heljensbad – drei große Bauprojekte stehen im nächsten Jahr obenan.

Den symbolischen Startschuss zur Vermarktung des Innovationsparks feierten die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung im November noch auf der grünen Wiese – die Entwicklung soll nun Fahrt aufnehmen. Die offizielle Planungsfreigabe des ersten Bebauungsplans 57 an der Friedhofsallee ist bereits erfolgt, dort rollen bereits die Bagger.

In der letzten Ratssitzung dieses Jahres ist auch die Aufstellung des zweiten Bebauungsplans mit der Nummer 58, „westlich der Ratinger Straße“ auf den Weg gebracht worden. Die ersten Bagger rollen bereits, um das Gebiet für den Bau zu erschließen.  Im nächsten Jahr könnten dann auch die erste Firmen hier den Grundstein legen. Chef-Wirtschaftsförderer Peter Parnow rechnet aber nicht vor 2020 mit der ersten Unternehmens-Eröffnung.

Der Start der Vermarktungsoffensive ist ein Meilenstein in der Entwicklung dieses Bauprojektes und steht damit in Korrelation zu einem anderen Meilenstein, der nur wenige Meter weiter in diesem Jahr offiziell gefeiert wurde: Das erste Teilstück der A44 wurde vom NRW-Verkehrsminister offiziell freigegeben, seitdem rollt der Verkehr hier schon in Richtung Velbert. Nach aktuellen Planungen soll die Autobahn frühestens ab 2022 weiter in Richtung Ratingen führen. Ein Kuriosum steht hier gerade dem Weiterbau im Weg: Fertige Bauteile für die Brücke über das Angertal liegen in Ostdeutschland parat – können aber aufgrund maroder Brücken auf dem Weg derzeit nicht angeliefert werden.

Nicht das einzige, öffentliche Bauprojekt, bei dem es Verzögerungen gab: Auch der Beginn der Sanierung des Stadtteilzentrums in der Oberilp verschob sich. Das hätte nach Fördervorgaben eigentlich dieses Jahr schon eröffnet werden sollen, doch während in Berlin die Koalitionsverhandlungen stockten, warteten die Heiligenhauser auf den Zuwendungsbescheid für die Fördergelder. Der kam im Frühjahr, so dass im Mai der Spatenstich erfolgte – im nächsten Jahr soll das alte Haus in neuem Gewand eingeweiht werden.

Ob es im nächsten Jahr hingegen einen Spatenstich an der Selbecker Straße 12 geben wird, das scheint unwahrscheinlich, denn die Zukunft rund um das Heljensbad ist weiterhin unklar und so wird es auch im nächsten Jahr Reizthema bleiben. Das was jetzt entwickelt wird, solle mindestens 30 Jahre Bestand haben, sagt Bürgermeister Michael Beck über die Zielsetzung. Da müsste man begründet abschätzen können, wie sich die Bedarfe entwickeln werden und welche Schnittmengen man abdecken kann. Was jetzt geplant wird, „muss für uns auch dauerhaft finanzierbar und ein Defizit beherrschbar bleiben. Das  darf die Millionengrenze nicht überschreiten“, so Beck. In trockenen Tüchern dagegen sind die Planungen rund um das alte Pastorat. Hier wird der Verein für Menschen mit Behinderungen, Pro Mobil, seine Zentrale, sowie ein Hotel errichten, außerdem wird es Gastronomie geben. Ebenfalls weit voran in der Entwicklung sind die Planungen an der Linderfeldstraße, hier will die Awo bauen. Fragezeichen bleiben im neuen Jahr genug, das größte und zentral gelegenste ist das Kiekert-Areal. Ab Mitte nächsten Jahres wird der technische Dezernent Siegfried Peterburs in den Ruhestand gehen, dann wird ein neuer Kopf die Bauprojekte begleiten.

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