Grundschule in Heiligenhaus Viertklässler der Adolf-Clarenbach-Schule als Energiespardetektive im Einsatz

Heiligenhaus · Feinen Spürsinn bei der Jagd nach Stromfressern haben 31 Schülerinnen und Schüler der Adolf-Clarenbach-Grundschule bewiesen: Nach drei Unterrichtseinheiten mit der Verbraucherzentrale NRW sind sie nun als Energiespardetektive im Einsatz.

 Bereits im Jahr 2017 haben Viertklässler der Adolf-Clarenbach-Schule an der Aktion der Verbraucherzentrale teilgenommen.

Bereits im Jahr 2017 haben Viertklässler der Adolf-Clarenbach-Schule an der Aktion der Verbraucherzentrale teilgenommen.

Foto: Blazy, Achim (abz)

Seit 2009 führt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Workshop „Energiespardetektive geben Stromspartipps“ an Schulen durch. Die Adolf-Clarenbach-Grundschule in Isenbügel beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion: 31 Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse nahmen am Workshop mit den Bildungsexperten der Verbraucherzentrale teil, der bereits zum sechsten Mal an der Grundschule in Heiligenhaus durchgeführt wurde.

Nach drei intensiven Unterrichtseinheiten am 11.,18. und 25. September wurden die Viertklässler dann am Montag, 25. Oktober von Björn Kerkmann, dem ersten Beigeordneten und Kämmerer der Stadt Heiligenhaus und Susanne Berger, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW mit Urkunden ausgezeichnet. Berger dankte den Kindern herzlich für ihr Engagement, während Kerkmann betonte, wie wichtig das Thema Energiesparen sei. Auch lud er die jungen Detektive ein, ihre gerade erworbene Energiespar-Expertise bei Gelegenheit im Rathaus einzubringen.

Mit den verliehenen Zertifikaten wurde den Schülerinnen und Schülern bescheinigt, dass sie feinen Spürsinn bei der Jagd nach Stromfressern bewiesen haben. Denn genau das ist die Aufgabe der Energiespardetektive: Mit Klemmbrettern ausgestattet begeben sie sich auf die Spur verbrauchsintensiver Elektrogeräte im Haushalt und geben Tipps zum Stromsparen.

Welche Haushaltsgeräte Strom verbrauchen und wie sie bei diesen Geräten Strom sparen können, erklärten die Bildungsexperten der Verbraucherzentrale Amélie Klöffer und Alexsandra Petrosino den Schülern im Rahmen des Workshops. Ebenso erfuhren die Kinder, dass Stromsparen wichtig ist, um das Klima und den eigenen Geldbeutel zu schonen. Sie begriffen schnell, worum es ging und zeigten sich alle sehr engagiert beim Klimaschutz.

Auch Interviews führen und Tipps geben gehörte zur Ausbildung der Energiespardetektive in spe dazu: Denn was sie im Workshop gelernt haben, sollen sie künftig auch an Eltern, Freunde und Bekannte weitergeben, die vom Know-how der Schüler profitieren können. „Die Kinder haben unter anderem einen Fragebogen mitbekommen, den sie mit Eltern, Verwandten oder Nachbarn durchgehen konnten“, erklärt Amelie Klöffer von der Verbraucherberatung. „Je nach Antwort konnten sie dann direkt Tipps geben, wie der- oder diejenige zukünftig Strom sparen kann.“

Vorschläge, was Familienmitglieder und Freunde tun können, um die Energievorräte zu schonen, hatten die Juniordetektive so einige parat: Das Licht ausmachen, wenn man einen Raum verlässt, den Stand-by-Modus vom Computer abschalten oder bei Sonnenschein auf den Gebrauch des Wäschetrockners verzichten und die Kleidungsstücke stattdessen auf die Leine hängen, zum Beispiel. „Ein Junge war ganz stolz, weil er seinen Eltern erklären konnte, dass ein Fernseher auch im Stand-by-Modus Strom verbraucht“, berichtet Klöffer. Das sei etwas, worauf oft nicht geachtet würde und was einigen Menschen auch gar nicht bewusst sei.

Die Verbraucherzentrale NRW führt den Workshop „Energiespardetektive geben Stromspartipps“ an  Schulen in Nordrhein-Westfalen kostenlos durch. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse, Vorkenntnisse zum Thema Energiesparen sind nicht erforderlich. In drei Unterrichtseinheiten von je 90 Minuten mit den Experten der Verbraucherberatung lernen die Kinder, Energiespartipps einzuhalten und weiterzugeben und entwickeln ein Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch und die Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Die Einheiten werden meist im Wochenrhythmus unterrichtet. Alternativ kann der Workshop auch digital durchgeführt werden. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale.nrw