Heiligenhaus: 15.000 Euro für die Umweltbildung

Hilfestellung : 15.000 Euro für die Umweltbildung

An der Abtsküche zählt UBZ-Frontmann und Stadtförster Hannes Johannsen jährlich 10.000 Besucher.

(RP/köh) Das ist mehr als eine finanzielle Würdigung: Einen Förderbescheid über 15.000 Euro hat jetzt Landrat Thomas Hendele an den Leiter des Umweltbildungszentrums und Waldmuseums Heiligenhaus, Hannes Johannsen, sowie Heinz Peter Schrewen als Vorsitzenden des Trägervereins UmweltBildung in Heiligenhaus übergeben.

Nach dem Willen des Kreistages soll die Arbeit der Umweltbildungszentren im Kreis Mettmann sowohl durch Kooperationen intensiviert als auch finanziell gefördert werden. Damit bekommt das Heiligenhauser Modell mit all seinen personellen Besonderheiten und guten Ideen beträchtlichen Rückenwind.

Offizielle Anerkennung klingt so: „Mit Umweltbildung kann man nicht früh genug anfangen. Hierzu leistet das Umweltbildungszentrum mit Hannes Johannsen einen wertvollen Beitrag, indem Kindern auf lebendige und anschauliche Weise die lebenswichtige Bedeutung einer intakten Natur und Umwelt vermittelt wird. Diese Bemühungen möchte der Kreistag unterstützen“, so Landrat Thomas Hendele.

Derzeit hat das Umweltbildungszentrum rund 10.000 Besucher im Jahr, vorrangig Kinder aller Altersstufen. Dabei entfallen ca. 4000 auf Besucher von Waldführungen, ca. 3000 auf Führungen im Waldmuseum und ca. 3000 auf Führungen in der naturkundlichen Sammlung.

Demnächst soll die Umweltbildung in Heiligenhaus „mobil“ werden, indem ein Bauwagen zum mobilen Umweltlabor umgebaut wird. Der Bauwagen soll an den Schulen zum Einsatz kommen und mit Arbeitsplätzen für die Kinder ausgestattet werden. Für den Umbau benötigt das Umweltbildungszentrum rund 55.000 Euro. Da kommt der Zuschuss des Kreises gerade recht.

Hintergrund: Im Zuge der Beratungen des Abschlussberichtes zum Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept hat der Ausschuss für Umwelt‑, Landschafts- und Naturschutz des Kreises Mettmann im Herbst vergangenen Jahres auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig beschlossen, dass eine Konzeption zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit und zwischen den Umweltbildungszentren im Kreis Mettmann entwickelt werden soll. Zudem wurde eine „zielgerichtete finanzielle Unterstützung“ angeregt.

Zur Umsetzung dieses Beschlusses wurde mit den vier im Kreis Mettmann bestehenden Umweltbildungszentren: Naturschutzzentrum Bruchhausen, Biologische Station Haus Bürgel, Zeittunnel Wülfrath, und· Umweltbildungszentrum Heiligenhaus Kontakt aufgenommen. Es wurden Aussagen zum Einzugsbereich, zu den Zielgruppen, zu Inhalt und Bandbreite der Themen, zum Personaleinsatz sowie zur Entwicklungsperspektive abgefragt.

Im Ergebnis wurde nach Mitteilung der Kreisverwaltung festgestellt, dass alle Einrichtungen durchaus Ideen und neue Zielrichtungen entwickeln könnten, allerdings nur dann, wenn weitere Mittel oder zusätzliche Personalkapazitäten zur Verfügung gestellt würden.

Im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2019 hat daraufhin der Kreisausschuss beschlossen, insgesamt 80.000 Euro zur finanziellen Unterstützung der Umweltbildungseinrichtungen bereitzustellen.

Dabei wurden die Fördersummen gleich mit festgelegt: Naturschutzzentrum Bruchhausen und die Biologische Station Haus Bürgel erhalten jeweils 25.000 Euro, der Zeittunnel Wülfrath und das Umweltbildungszentrum Heiligenhaus jeweils 15.000 Euro.