Heiligenhaus: Hauptstraße 142 ist verkauft

Heiligenhaus: Hauptstraße 142 ist verkauft

Der Höseler Architekt Sven van Gelder will "als Privatmann" 600 000 Euro in den maroden Jugendstilbau stecken. In gut einem Jahr soll im Erdgeschoss eine Trattoria nebst Feinkostgeschäft öffnen, darüber werden drei Mietwohnungen à 140 Quadratmeter entstehen.

Das letzte Kapitel des Verkaufs der derzeit noch städtischen Immobilie Hauptstraße 142 ist eine Geschichte gut-nachbarschaftlicher Beziehungen in Hösel. Gekauft hat den Jugendstilbau der Höseler Architekt Sven van Gelder – "als Privatmann", wie er gestern bei einem Ortstermin sagte. Der Rat hatte dem Verkauf in seiner Sitzung am Mittwoch zugestimmt (RP berichtete).

Geht alles nach Plan, dann werden in etwa einem Jahr seine Höseler Nachbarn und Freunde, das Gastronomen-Ehepaar Carozzo, besser bekannt als "Mimmo und Mimma", ins Erdgeschoss des Eckhauses einziehen. Sie wollen dort eine Trattoria nebst Feinkostgeschäft und Außengastronomie eröffnen.

Van Gelder hat nach eigenem Bekunden Spaß am Sanieren vergleichbarer Bauten und reichlich Erfahrung darin. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer der Essener Firma Arsatec, die unter anderem auf Sanierung, Technik und Baumanagement spezialisiert ist. 600 000 Euro will er in den Bau investieren. Dafür entstehen neben der Gastronomie im Erdgeschoss drei 140 Quadratmeter große Mietwohnungen, für die es bereits Interessenten gebe, so van Gelder weiter. Er ließ zugleich keine Zweifel daran, dass es ein gutes Stück Arbeit werden wird, den Bau zu neuem Leben zu erwecken. So werde das Erdgeschoss innen durch ein Stahlskelett statisch gestützt werden müssen. Weitere Themen: Schall- und Brandschutz, neue Holzfenster, Ersatz für marode Deckenbalken.

Baubeginn wird sein, unmittelbar nachdem der Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet und der neue Besitzer ins Grundbuch eingetragen ist – also voraussichtlich in wenigen Wochen.

Dann hat auch Bürgermeister Dr. Jan Heinisch ein Thema weniger abzuarbeiten: "Die Nutzung des Hauses muss von uns dann nicht mehr diskutiert werden." Genau dies war in der Vergangenheit ausgiebig geschehen.

(RP)