Heiligenhaus: Handel wünscht "Viktualienmarkt" im Kleinen

Heiligenhaus : Handel wünscht "Viktualienmarkt" im Kleinen

Ein Markt, der nach Feierabend noch in die Innenstadt lädt, ist zur Zeit Thema in den Sitzungen des Wirtschaftsförderungsausschusses. Die FDP-Fraktion hatte zum März-Termin einen entsprechenden Antrag gestellt, und ist mit dem Anliegen auch auf das Interesse der anderen Fraktionen gestoßen. Nachdem die Ausschussmitglieder bereits einen Fachmann zum Thema gehört haben, diskutierte Michael Borowski vom Ordnungsamt nun mit den Politikern über die Details.

Er ist derzeit auch im Gespräch mit den Marktbeschickern von denen einige Wenige bereits Interesse angemeldet haben, generell aber Skepsis herrscht. "Für viele von ihnen ist die Zeit am Vorabend schwierig umzusetzen, weil sie da ihre Stände abbauen und auch wieder früh morgens auf dem Großmarkt sind." Mindestens 15 Stände hatte der Fachmann empfohlen. Die Ausschussmitglieder sind sich einig, dass der Markt keine Erweiterung des Wochenmarktes, der an den Vormittagen von Mittwoch und Samstag bereits erfolgreich in die Stadt lockt, sein soll, sondern Eventcharakter haben soll.

Einheitlich sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine regelmäßige Veranstaltung aus. Auch über den Wochentag, jeweils donnerstags, auf Empfehlung des Fachmanns, herrscht Konsens. Auch der Zeitrahmen 16 bis 20 Uhr ist gesetzt. Annelie Heinisch, Sprecherin des Stadtmarketing Arbeitskreises Handel plädierte für eine Umsetzung einmal im Monat. Sie wünscht sich "einen Viktualienmarkt in klein" und erklärte: "Die Mitglieder aus dem Einzelhandel in unserem Arbeitskreis sehen die Idee äußerst positiv.

Es ist einfach ein zusätzliches Angebot, das wir dringend brauchen. Mit diesem Markt könnte man ein Klientel ansprechen, das man sonst nicht erreicht. Auch Publikum von außerhalb." Ein Belebungselement habe das der vortragende Fachmann genannt. Für Ralf Herre (CDU) soll vor allem die Atmosphäre des Marktes punkten. Trotz vorgeschlagenen Alternativen wie dem Mansfieldplatz, dem Basildonplatz oder dem Rathaus-Innenhof, ist man auch für den Markt in den Abendstunden überzeugt vom Standort Rathausplatz.

"Der Markt soll an prominenter Stelle stattfinden und sich nicht verstecken. Die Menschen sollen die Möglichkeit haben den Markt zu sehen und spontan stehenzubleiben", so Thomas Hoffmann (FDP). Er betont, dass vor allem die Mischung des Angebotes den Charme einer solchen Veranstaltung ausmache. In den Wintermonaten soll das Konzept nun ausgearbeitet werden, damit der Markt vielleicht schon im Frühling stattfinden kann.

(sade)
Mehr von RP ONLINE