Ratingen : Grünes Licht für neuen Sportplatz

Ratingen : Grünes Licht für neuen Sportplatz

(RP/kle) Die Sanierung des Sportplatzes Schwarzbachstraße steht auf Grün. Die Verwaltung hatte eine Konzeption vorgelegt, nach der ein normales Fußball mit Kunstrasenbelag, ein Kleinspielfeld, vier Rundlaufbahnen, sechs Sprintlaufbahnen, Weitsprung- und Kugelstoßanlagen und eine neue Trainingsbeleuchtung errichtet werden sollen.

So entsteht eine funktionale Anlage, die gut für den Vereinsfußball sowie für den Schulsport des Weizsäcker-Gymnasiums und der Liebfrauenschule geeignet ist. In einem zweiten Bauabschnitt ist auch der Neubau der Umkleiden vorgesehen.

Allerdings ist noch nicht ganz klar, welchen Belag das Spielfeld erhalten wird. Zurzeit sind auf EU-Ebene Aktivitäten im Gange, die in Kürze dazu führen könnten, dass herkömmliche Kunstrasenbeläge verboten werden. Der Grund: Das lose Füllmaterial wird häufig und in großen Mengen vom Platz getragen, wodurch Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Um den Kunstrasen nutzen zu können, brauchen Sportler die sogenannte Füllung. Sie dämpft und schützt Spieler vor Verletzungen. Auf jedem Quadratmeter landen im Schnitt fünf Kilo Gummigranulat – auf einem Fußballplatz liegen etwa 35 Tonnen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts haben in einer Studie festgestellt: Sportplätze mit Kunstrasen sind eine der größten Quellen von Mikroplastik. In Deutschland seien sie pro Jahr für geschätzt bis zu 10.000 Tonnen Mikroplastik in der Umwelt verantwortlich. Grund genug, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) verstärkt über Kunstrasen nachdenkt.

Die EU-Kommission hat die ECHA beauftragt, Maßnahmen zu entwickeln, um den Einsatz von Mikroplastik zu verhindern.

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