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Natur : Grüner See: Rat bringt Studie auf den Weg

Natur : Grüner See: Rat bringt Studie auf den Weg

Zurzeit beherrschen die Pläne für den Blauen See die politische Debatte, doch am Grünen See soll sich ebenfalls etwas tun.

Die Stadt hat viel zu bieten, zum Beispiel den Blauen und den Grünen See mit großen Flächen und schöner Natur. Nun hat sich der Rat noch einmal mit dem Thema beschäftigt. Zentrale Frage: Wie kann das Nordufer des Grünen Sees im Erholungspark Volkardey besucherfreundlicher umgestaltet werden? Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren zu diesem Thema politische Anträge und Überlegungen in der Verwaltung. Ist es möglich, legale Grillmöglichkeiten auszuweisen? Kann am Kiosk eine Art Strandcafé eingerichtet werden? Wie kann die Infrastruktur für den Wassersport verbessert werden? Antworten auf diese Fragen soll nun eine Machbarkeitsstudie geben.

Die CDU-Fraktion hatte in einem Antrag gefragt: Kann man legales Grillen einführen? Mit der Einrichtung von Grillmöglichkeiten, einem Bootssteg mit Tretbootverleih, Strand und Strandcafé könnte der Erholungscharakter des Parks Volkardey aufgewertet werden.

Anlässlich einer politischen Beratung wurde auch über einen Bürgerantrag diskutiert, der sich ebenfalls mit der Schaffung von legalen Grillmöglichkeiten am Grünen See beschäftigt hat. Die CDU-Fraktion hatte mit ihrem Antrag die Junge Union (JU) und deren Initiative unterstützt.

Saftige Steaks, knackiges Gemüse, gut gewürzte Rosmarin-Kartoffeln – Grillen ist im Sommer eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Doch wenn man keinen eigenen Garten oder nervige Nachbarn hat, die gefühlt jeden Tag frische Wäsche im Garten hängen haben und einem das Grillen verbieten wollen, gestaltet sich das Ganze doch etwas schwierig.

Öffentliche Plätze zum Grillen müssen also her. Der Erholungspark Volkardey, einer der schönsten Naherholungsorte, scheint dafür prädestiniert zu sein. Doch das freie Grillen ist dort verboten.

Die Gründe sind starke Rauchentwicklungen, Beschädigungen der Rasenfläche, achtlos weggeworfene Grillreste und vor allem die erhöhte Brandgefahr. Nur in der Grillhütte, die von der Stadt gegen Bezahlung gemietet werden kann, darf man der beliebten Sommer-Beschäftigung nachgehen. Das soll sich ändern, fordert die JU.

„Das Grillen am Grünen See sollte nicht nur für große Gruppen möglich sein, sondern vor allem auch für kleinere. Deswegen möchten wir uns für eine Ausweitung der legalen Grillmöglichkeiten am Grünen See einsetzen. Das wäre vor allem für Familien und junge Ratingerinnen und Ratinger ein enormer Gewinn“, meinte die JU-Vorsitzende Theresa Dietz.

Links ist die große Wiese zu sehen, die im Sommer sehr häufig zum Grillen genutzt wird. Foto: Blazy, Achim (abz)
Das sieht schon etwas trist aus. Zentrale Frage: Kann man am Kiosk ein Strandcafé einrichten? Foto: Blazy, Achim (abz)

Durch den gezielten Austausch mit der Jugend kam letztlich die Idee auf, das Grillen am Grünen See auszuweiten. Die JU konnte sich über das Thema schnell einig werden: „Ja, wir würden das Angebot auch selber nutzen. Wir haben schon vorher manchmal die Grillhütte genutzt, aber wenn man mit kleineren Gruppen unterwegs ist, wäre eine Ausweitung der legalen Grillmöglichkeiten einfach von Vorteil“, meinte Dietz. Die Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie man die Freizeit auf diesem Areal noch schöner gestalten kann.