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Große Sorge wegen Überflutungen

Ratingen Süd : Bauprojekt am Voisweg: SPD setzt auf Gutachten

Aus Sicht der SPD-Fraktion sind die Befürchtungen der Anwohner zum Bauvorhaben zur Zeit unbegründet, da alle bisher aufgeworfenen Fragen erst im kommenden Planungsprozess geklärt werden, betonte SPD-Fraktionschef Christian Wiglow.

(kle) Nach der erneuten Kritik von Anwohnern am geplanten Wohnprojekt am Voisweg geht die politische Debatte weiter. Aus Sicht der SPD-Fraktion sind die Befürchtungen der Anwohner zum Bauvorhaben zur Zeit unbegründet, da alle bisher aufgeworfenen Fragen erst im kommenden Planungsprozess geklärt werden, betonte SPD-Fraktionschef Christian Wiglow.

Die Zustimmung des Rates, die mehrheitlich erfolgte und auch von der SPD-Fraktion mitgetragen wurde, besagt nicht, dass jetzt auf Teufel komm raus gebaut werde. Es werde vielmehr geprüft, ob denn überhaupt gebaut werden kann, so Wiglow.

Diese Klarstellung ist aus Sicht der SPD-Fraktion wichtig, denn in der öffentlichen Debatte werde der Eindruck erweckt, man würde schon bald mit der Baumaßnahme beginnen.

Zu den nun anstehenden Prozessschritten gehöre neben einer Prüfung der Auswirkungen auf die Umwelt und die Bewertung der ökologischen Wertigkeit der bestehenden Freiflächen natürlich auch die Frage der Erschließung und damit der Entwässerung.  Fragen, wie sich das Bauvorhaben auf die Hochwasserproblematik und die Leistungsfähigkeit der Kanäle auswirkt, müssen und werden im Planungsprozess geklärt, versicherte Wiglow.

  • Blick auf die Neanderstraße (links) und
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  • Nur noch mit der Stimme von
    Kommunalpolitik : Forum-Fraktion ohne Dietmar Klein
  • Duisburgs CDU-Chef Thomas Mahlberg.

Foto: Reichwein
    CDU-Chef Thomas Mahlberg : „Damit sollte die Sache auch geklärt sein“

Für die SPD-Fraktion ist klar: Ergeben die Gutachten Bedenken mit Blick auf den ökologischen Eingriff, die Erschließung oder die Entwässerung, die nicht ausgeräumt werden können, wird die SPD-Fraktion das Bauvorhaben ablehnen. Und klar sei auch, dass die Gutachten von neutraler Seite kommen müssen, so Wiglow. Anwohner hatten kritisiert, dass ein funktionierendes Ökosystem durch den Neubau zerstört werde. Und: Man dürfe nicht noch weitere Flächen versiegeln.  Wie bereits berichtet, waren  unter anderem Keller und Gärten  wegen des Starkregens geflutet worden.