Großbaustelle Hitzbleck in Heiligenhaus

Großbaustelle hinter dem Heiligenhauser Rathaus: Stille herrscht auf der Großbaustelle

Verlassen wirken derzeit die planierten Flächen des Hitzbleck-Areals zwischen dem Heiligenhauser Rathaus und dem Panoramaradweg. Aber der Schein trügt.

Die spannendste Heiligenhauser Baustelle ist 20.000 Quadratmeter groß – und auch deswegen unübersehbar, weil sie mitten im Zentrum direkt hinter dem Rathaus liegt.

Das Gelände der ehemaligen Gießerei Hitzbleck ist vollständig verändert. Nichts zeugt mehr von 100 Jahren Industriegeschichte, die hier angesiedelt waren. Augenfällig wurde die Zeitenwende spätestens bei der Sprengung des alten Fabrikschlots. 2014 hat die Stadt- und Bodengesellschaft das Land gekauft.

Inzwischen präsentiert sich die Fläche – von der Innenstadt oder auch vom Panoramaradweg aus gesehen – als gigantischer planierter Sandkasten in Hanglage. riesige Erdberge sind mit Plastikfolien abgedeckt. Aus dem Boden gestampft werden soll huier ein Nahversorgungszentrum nebst Gastronomie und Fitnessangebot. Dafür steht der Investor HBB, der bereits das Einkaufszentrum in Grün-Selbeck erfolgreich an den Start gebracht hat.

  • Heiligenhaus : Neue Pläne für Hitzbleck-Großbaustelle

Zugleich schlagen allerdings Gerüchte in den sozialen Medien Wellen. Der Investor sei weg, die Baugenehmigung nicht da. „An beidem ist absolut nichts dran“, stellt Verwaltungsdirektor Siegfried Peterburs auf Anfrage klar. Es sei völlig normal, dass zwischendurch die Arbeit ruhe. Stand der Dinge: „Der Investor hat den Bauauftrag an eine große deutsche Firma vergeben. Das Gelände ist abtrassiert. für die Grenze zum Hefelmannpark gibt es eine neue Lösung. Statt der vorgesehenen, fünf Meter hohen Stützmauer. Anfang August kommt der Baukran.“ Nebenher – und nicht vor Ort in Heiligenhaus – laufe die Vorfertigung einzelner Bauteile, die dann herangeschafft würden.

Strich drunter: Weder am Fortgang der Arbeiten (trotz Hochkonjunktur des Gewerbes) noch an der Schriftform des Projekts gebe es irgendein Verwackeln. Der Investor HBB hat große Pläne, daran konnte von Beginn an kein Zweifel bestehen Die Skepsis gegenüber solchen Großvorhaben – speziell in Sachen Einkaufszentrum – kommt indes nicht aus dem Garnichts. Immerhin ist der Investor eines geplanten Zentrums in Sichtweite des Hitzbleck-Areals schon vor längerem abgesprungen. Der Vertrag mit der Stadt wurde nach zähen Verhandlungen am Ende aufgelöst. Zur Erinnerung: Für das Gelände zwischen Campus und dem ehemaligen Haus der Kirche gab es bereits fix und fertige Planer-Ansichten. Heute führt der Weg auf das Grundstück nicht zum Einkaufen, sondern auf provisorisch angelegte Parkplätze an der Ecke Kettwiger Straße und Westfalenstraße. Und auch das Projekt „Stadtpforte“ an der Grenze zu Velbert ist zu den Akten gelegt. Aber ein Gesetz der Serie lässt sich daraus kaum konstruieren.

Mehr von RP ONLINE