Ratingen Griese besuchte Kita und Feuerwehr

Ratingen · Auch wenn hinsichtlich des miserablen Juli-Wetters das Wort derzeit kaum statthaft ist, so stattete die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese gestern anlässlich ihrer traditionellen "Sommertour" der Vodafone-internen Kindertagesstätte "Westhäkchen" einen Besuch ab.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nach Grieses eigenem Bekunden ihr "Leib- und Magenthema". Eines, bei dem ihrer Meinung nach die Politik immer noch nicht genug getan habe.

Und doch konnten die Damen des politischen Parketts, mit Griese war auch die Ratinger SPD-Vorsitzende Elisabeth Müller-Witt zugegen, am freundlichen, pastellfarbenen Ambiente auf dem Vodafone-Gelände eine erfolgreiche Umsetzung sehen: Wo ein Wille ist, ist also auch ein familienfreundlicher Weg. Vodafone, am Standort Ratingen mit rund 2000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber, fing vor rund fünf Jahren mit der Errichtung ihrer Betriebskindergärten an, mittlerweile sind es insgesamt sieben.

"Westhäkchen" wurde 2009 eröffnet. Als Partner und Träger diente in allen Fällen das Essener Unternehmen "Kinderhut". Es sorgt seither für bedarfsgerechte Betreuung für Kinder ab sechs Monaten. Kinderhut-Geschäftsführerin Rena Fischer-Bremen erzählt aus dem Alltag: "Ab 7.30 Uhr ist die Kita für die Kleinen geöffnet, und das durchgehend bis abends um 18.30 Uhr. Somit gewährleisten wir eine größtmögliche Flexibilität nach den Vorstellungen der Eltern."

Auch die Vodafone-Pressesprecherin Dr. Ute Brambrink, selbst Mutter zweier Kinder, bestätigt aus eigener Erfahrung: "Ich habe meine erste Tochter damals in der internen Kita in der Düsseldorfer Zentrale untergebracht. Es war ein tolles Gefühl, arbeiten zu können und trotzdem so nah am Kind zu sein." Insgesamt 20 Vollzeitplätze stehen in Ratingen zur Verfügung, darunter zwei für "Notfälle", wie Fischer-Bremen berichtet.

"Insgesamt sind mehr Kinder hier, das geht durch das von uns praktizierte Platz-Aufteilen." Noch. Denn, so erklärt sie den Besuchern des Tages, würde dieses in einigen Monaten nicht mehr möglich sein, wenn die Firma die vom Land zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel annehmen wird. "Bei aller Wertschätzung für die Unterstützung zielt das Ablehnen des flexiblen, zeitlichen Aufteilens der Unterbringungsplätze am Bedarf der Familien vorbei."

Viele Eltern, vorrangig Mütter, arbeiteten gerade in den ersten Lebensjahren der Kinder nur auf Teilzeitbasis. Gerda Köster, Familienbeauftragte bei Vodafone, findet lobende Worte für das Ratinger Jugendamt: "Die Unterstützung, die wir von dort bekommen haben für die Errichtung dieser Kita, war einfach vorbildlich."

Am Tag zuvor hatte Griese die Hauptfeuer- und Rettungswache in Ratingen besucht. So nutzte sie die Gelegenheit, sich vom stellvertretenden Amtsleiter Torsten Schams die Räume im alltäglichen Betrieb zeigen zu lassen. Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, war die Besichtigung der Wache wie auch der Umgebung aus dem Rettungskorb der Drehleiter.

Neben der Besichtigung diskutierte Griese mit dem Leiter der Feuerwehr, René Schubert, bundespolitische Themen wie die Novellierung des Rettungsassistentengesetzes und die Abrechnungspraxis der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerkes und informierte sich über aktuelle Entwicklungen der Feuerwehr Ratingen in Rettungsdienst, Brandschutz und insbesondere der Entwicklung des Ehrenamtes.

(dvd)
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