Ratingen: Gottesdienst wird jung und modern

Ratingen : Gottesdienst wird jung und modern

StartUp heißt das neue Angebot für junge Leute in der katholischen Kirche in Breitscheid. Start ist am Sonntag.

 Am Anfang standen eine Idee, die Sehnsucht nach Beheimatung und der Wunsch nach einem ansprechenden Gottesdienst in der eigenen Gemeinde. Am Sonntag, 19. Mai, wird um 17.30 Uhr der erste StartUp-Gottesdienst in St. Christophorus in Breitscheid gefeiert.

Viele Monate hat eine Gruppe aus Breitscheid andere Gottesdienste im Umkreis besucht und so manches Element entdeckt, das nun auch bei StartUp aufgegriffen wird. „Moderne Musik, normale Sprache, großartige Atmosphäre“ sind drei dieser Elemente, wie Kreisjugendseelsorger Max Moll erklärt. Er hat die zehnköpfige Gruppe begleitet und wird beim ersten Mal auch die Ansprache zum Thema Aufbrechen halten.

Zudem wird auch die gewohnte Sitzordnung in der Kirche mit dem roten Dach aufgebrochen, und die Stühle werden in einem Halbkreis aufgestellt. Das Mobiliar der Kirche war übrigens mit ein Auslöser dafür, den neuartigen Gottesdienst in Breitscheid und nicht etwa in Hösel oder Lintorf zu feiern, obwohl auch diese Kirchen zur Pfarre gehören. „Dort lassen sich die Bänke nicht so einfach umstellen“, sagt Moll.

Der Gottesdienst wird aus zwei Teilen und einer Pause bestehen. Der erste Teil wird vor allem aus Liedern, deren Texte per Beamer projiziert werden, einem Text aus der Bibel und der Ansprache bestehen. In der Pause können die Besucher über den Bibeltext ins Gespräch kommen, sich segnen lassen, Fürbitten schreiben und Impulse zur konkreten Umsetzung des Themas im Alltag erhalten. Im zweiten Teil stehen dann jene Fürbitten und authentische Gebete im Mittelpunkt, die sich mit Liedern abwechseln werden.

Insgesamt soll der Gottesdienst nicht länger als 90 Minuten dauern. Um auch Leute jenseits der klassischen kirchlichen Strukturen zu erreichen, sucht Max Moll auch Orte auf, an denen sich Jugendliche und junge Erwachsene aufhalten. Etwa Bolz- und Spielplätze oder das in der Nachbarschaft zur Kirche liegende Fastfood-Restaurant.

Den Bolzplatz in Hösel hat Max Moll vor kurzem besucht, als dort gut 40 Jugendliche Fußball spielen wollten. „Ein Hallo ist ein guter Türöffner“, hat Moll bei der Ansprache von Jugendlichen festgestellt. Und wenn er sich dann noch vorstellt: „Hallo, ich bin der Max“, findet er zumindest in Hösel ein offenes Ohr. „Ob von den Jugendlichen tatsächlich jemand zum Gottesdienst kommt, wird sich zeigen“, sagt der Kreisjugendseelsorger.

Neben den persönlichen Ansprachen wird aber auch über die sozialen Medien wie Instagram geworben. Der Instaname ist: startup_glauben. Denn um Jugendliche zu erreichen, muss man auch deren Kommunikationswege nutzen.

StartUp soll künftig alle vier Monate stattfinden und richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene und Menschen, die Gemeinschaft im Glauben erfahren möchten. Und selbstverständlich sind nicht nur Besucher aus der Gemeinde willkommen, sondern aus der ganzen Umgebung.

Diese Art der Gottesdienste, so Moll, ploppe derzeit in vielen Städten auf wie beispielsweise in Köln, Düsseldorf oder Bonn.

In Breitscheid ist nun am Sonntag die Premiere für die Stadt Ratingen.

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